Unternehmen haben fast keine Digitalvorstände

Die meisten börsennotierten Unternehmen finden die Digitalisierung sehr wichtig, aber einen eigenen Vorstand für dieses Thema benennen sie nicht.

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Die meisten börsennotierten Unternehmen finden die Digitalisierung sehr wichtig, aber einen eigenen Vorstand für dieses Thema benennen sie nicht.

Die Digitalisierung verändert alles, vor allem Geschäftsfelder und Arbeitswelt. Doch nur die wenigsten Unternehmen haben einen Vorstand, der auch für Digitalisierungsstrategien verantwortlich ist. Das stellt eine neue Studie fest.

Das berichtet die Wirtschaftwoche über eine exklusive Untersuchung der Beratung Korn Ferry. Demnach benennen nur wenige Unternehmen einen eigenen Verantwortlichen. Und das, obwohl sich die Wirtschaft darüber einig ist, dass der digitale Wandel eine der größten Herausforderungen der Zukunft sind.

Der Untersuchung zufolge haben nur  zehn der dreißig Dax-Konzerne öffentlich jemanden berufen, der im Vorstand für Digitalisierung und/oder Transformation zuständig ist. “In fünf Fällen (BASF, Commerzbank, HeidelbergCement, Merck und RWE) liegt die Verantwortung beim Vorstandsvorsitzenden oder seinem Stellvertreter.

Kein eigenes Digital-Ressort in Dax-Unternehmen

Ein eigenes Digital-Ressort gibt es in keinem Dax-Vorstand. Noch düsterer sieht es im MDax aus. 95 Prozent der Unternehmen dort benennen kein Vorstandsmitglied öffentlich für diese Zukunftsthemen. Neben dem Unternehmen Kion verankern nur K+S, LEG Immobilien und ProSiebenSat1 Digitalthemen auf höchster Ebene”, heißt es in dem Bericht.

Zu erklären sei die Diskrepanz zwischen Benennen der Wichtigkeit und wirklicher Berufung einer Person für diesen Bereich mit einer großen Unsicherheit über die Auswirkungen der Digitalisierung. Der Beratung Korn Ferry zufolge muss das Thema hoch angesiedelt sein, auf C-Level-Ebene. Nur so werde der digitale Wandel zur Chefsache.

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