Social Freezing und kein Ende

Ist Social Freezing wirklich eine Lösung für das Problem mit der Vereinbarkeit?

Fotolia

Ist Social Freezing wirklich eine Lösung für das Problem mit der Vereinbarkeit?

Seit bekannt wurde, dass Facebook und Apple ihren Mitarbeiterinnen ermöglichen, die Eizellen einzufrieren, um die Familiengründung nach hinten zu verschieben, wird weltweit diskutiert. Sichert sich die Wirtschaft auf diese Weise die High-Potential-Jahre einer Frau, schafft die Möglichkeit Chancengleichheit für Männer und Frauen, entlastet Social Freezing gar die Frauen, weil sie weniger stark unter Druck bei der Wahl des Lebensentwurfes stehen? Der Arbeitspsychologieprofessor Tim Hagemann etwa glaubt, dass Social Freezing zumindest vordergründig eine entlastende Funktion haben könnte. Problematisch hält er allerdings, dass die Steuerung durch die Arbeitgeber stattfindet – Mitarbeiterinnen (und Mitarbeiter), die einen anderen Lebensentwurf favorisieren, nämlich früh Kinder zu bekommen, könnten auf diese Weise unter Druck geraten.

In der aktuellen Ausgabe der ZEIT wurde zu dem Thema eine Umfrage veröffentlicht, wonach zwar die Mehrheit der Deutschen Social Freezing als Angebot des Arbeitgebers ablehnt. Dennoch spricht sich eine Minderheit von 37 Prozent dafür aus und hält ein Angebot wie dieses für “grundsätzlich richtig”.

Jüngere sind offener

Besonders die Jüngeren bis 29 Jahre stehen dem Thema offen gegenüber. Mehr als jeder Zweite sieht die Möglichkeit als positiv an. Auch jeder Zweite Middle-Agler zwischen 40 und 49 Jahren stehen Social Freezing positiv gegenüber.  Bei den über 60-Jährigen ist es hingegen nur eine Minderheit von 20 Prozent.

Prinzipiell finden 40 Prozent der Berufstätigen finden die Option grundsätzlich richtig, aber nur 33 Prozent der Nicht-Berufstätigen. Interessant ist dabei der Unterschied zwischen den Geschlechtern: Männer sehen die SAche positiver als Frauen.

 Laut der ZEIT-Umfrage spüren die Deutschen dies allerdings kaum. 90 Prozent gaben an, dass sie keinen Druck des Arbeitgebers spüren, die Familienplanung nach seinen Wünschen auszurichten.

Die ganze Umfrage gibt es hier.

 

Schreiben Sie uns einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Passend zum Thema