So bleiben Führungsfrauen oben

Sich an der Spitze zu halten, erfordert Nerven, Machtwillen und Verbündete.

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Sich an der Spitze zu halten, erfordert Nerven, Machtwillen und Verbündete.

Frauen sind in den höheren Manamgementebenen immer noch eine Minderheit – und sie haben eine weniger lange Halbwertszeit als Männer, wie die Rücktritte von Spitzenmanagerinnen in den letzten Wochen zeigen.

In der neuen Ausgabe des Human Ressources Manager nun schreibt die Beraterin Christiane Sauer, Senior Client Partner und Mitglied der HR Practice beim Executive-Search-Unternehmen Korn Ferry International, dass Führungsfrauen offenbar in vielen Managementfähigkeiten die Nase vorn haben. Ihr Beratungsunternehmen hatte untersucht, welche Fähigkeiten Spitzenmanager mitbringen, die sich langfristig auf der höheren Leitungsebene behaupten können. Demnach sind sie überdurchschnittlich motiviert und leisten für ihre Karriere allerlei private Opfer. Sie haben einen herausragenden Führungsstil, bleiben souverän und treffen auch in unklaren Situationen die richtigen Entscheidungen und sie bringen überdies herausragende strategische, operative und persönliche Kompetenzen mit wie etwa Integrität und Vertrauenswürdigkeit – das gilt für Männer und Frauen auf C-Level-Ebene.  Und nun der Knüller: In der Auswertung von Korn Ferry zeigt sich jedoch, dass Managerinnen ihre männlichen Kollegen in 17 der 67 untersuchten Führungskompetenzen übertreffen.

Die Männer allerdings hatten im Schnitt bessere Bewerungen in den Bereichen strategische Kompetenz und finanztechnische Entscheidungen. Die Frauen schnitten besser beim Talentaufbau, bei der Mitarbeitermotivation, der Zusammenarbeit und der Kundenzentrierung ab.

Zugleich gibt Sauer in ihrem Gastbeitrag Tipps, was angehende Führungsfrauen beachten sollten: Am wichtigsten sei schon früh eine Karriereplanung. Sich genau zu überlegen, wohin man wolle und wie die Arbeit in die übrige Lebensplanung passe, sei grundlegend für eine erfolgreiche Laufbahn. Fürsprecher und Mentoren brauche es außerdem. Denn ohne jemanden, der die eigene Leistung hervorhebt und anderen Entscheidern den Wert der Führungsfrau für das Unternehmen erläutert, wird es sehr schwer. Allerdings müssten Frauen auch lernen, für sich zu sprechen und eigene Erfolge und Leistungen zu kommunizieren statt abzuwarten, entdeckt zu werden – denn das passiere so gut wie nie. Wer es als Führungsfrau nach vorne schaffen wolle, brauche Selbstvertrauen und dürfe nicht zu zurückhaltend sein, sondern auch Karriere-Risiken wagen und neue Erfahrungen sammeln. Es zeigt sich, dass Spitzenmanagerinnen in der Regel den interessanten Aufgaben und Herausforderungen gefolgt sind, auch wenn anfangs noch nicht klar war, dass ihnen diese Entscheidungen etwas nützen würden. Desweiteren rät Sauer dazu, sich ehrliches Feedback zu holen – auch dann, wenn es weh tut. Und den eigenen Perfektionismus über Bord zu werfen. Last but not least ist auch Verhandlungsgeschick wichtig. Sich nicht abspeisen lassen, sondern hartnäckig bleiben und Verhandlungen durchaus als Spiel zu verstehen, zeichnet einen souveränen Stil aus.

Ein Kommentar

  1. Ein wirklich toller und Interessanter Artikel. Man sollte einfach den oder die Beste wählen um die bestimmte Aufgabe zu bewältigen. Klar kann sich ein Trend in eine Richtung abzeichnen ob Frauen hier besser sind oder Männer dort, aber das wird innerhalb dieser Klassifizierung sicher nicht anders sein. Der eine kann einfach eine bestimmte Sache besser wie der andere, daher die best qualifizierteste Person auswählen, ob männlich oder weiblich und genau das, sollte bei einem gutem Executive Search herauskommen.
    MfG

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