Sei doch nicht so bossy!

Aber verhalten soll sich die Chefin nicht so dominant, sonst sind die männlichen Mitarbeiter sauer.

Pixabay / Geralt

Sie ist zwar der Chef, aber verhalten soll sich die Führungsfrau lieber nicht so dominant – sonst sind die männlichen Mitarbeiter sauer.

Machen wir uns nichts vor: Viele Männer sind von Führungsfrauen verunsichert. Mal sind sie zu zickig, mal zu männlich, auf jeden Fall zu dominant. Ein Blog zeigt jetzt neun Führungsstrategien für Frauen. Achtung: Satire!

Die Komikerin Sarah Cooper hat in ihrem Blog neun gängie Tipps zusammengestellt, die Frauen in Führungspositionen tatsächlich zu hören bekommen. Als Leadership-Strategien für Frauen bezeichnet sie die Sammlung und hat auch Grafiken beigestellte, die herrlich komisch verdeutlichen, wie absurd diese Ratschläge tatsächlich sind. Wäre der Alltag als Frau in einer Führungsposition insbesondere in sehr männlich geprägten Unternehmen nicht so bitter. Denn immer noch wird Frauen oft dominantes Verhalten negativ ausgelegt. Sie gelten dann als unsympathisch oder sogar inkompetent. Das hat mit stereotypen Rollenbildern zu tun, wonach Frauen eher sanft, emotional und sozial seien, Männer hingegen stark, dominant und auch gut darin, Einzelinteressen durchzusetzen.

Zu den Tipps von Cooper zählt auf jeden Fall über zweideutige und sexistische Sprüche zu lachen und hier nicht zickig zu reagieren. Eine Frau, die verdeutlicht, dass sie solche Bemerkungen unpassend und sexistisch findet, sage schließlich eines über sich aus: Dass sie keinen Spaß verstünde.

Ein weiterer Tipp ist etwa, wenn ein männlicher Mitarbeiter etwas zum wiederholten Mal erklärt, ihn nicht ungehalten darauf hinzuweisen, sondern anerkennend zu sagen: “Ich liebe es, wie Sie mir das erklären.” Macht der Mitarbeiter einen Rechenfehler in einer Kalkulation, steht es einer Führungsfrau nicht gut zu Gesicht, wenn sie pedantisch auf den Fehler hinweist. Stattdessen solle sie lieber fragen: “Stimmt diese Zahl? Ich bin nicht so gut im Rechnen.” Ebenso wenig sollten sich Führungsfrauen unangenehm mit eigenen Ideen in den Vordergrund spielen. Besser sei es, sich zurückzunehmen und den Männern die Show zu überlassen. Und wenn sie es gar nicht lassen kann, einen Vorschlag zu äußern, kann eine Frau doch auch sagen: “Ich denke gerade mal laut…”

Ganz schön krass? Stimmt. Umso schlimmer, dass viele Frauen in Führungspositionen solche vermeintlich guten Ratschläge wirklich zu hören bekommen!

 

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