Junge Frauen erleben oft Benachteiligung im Job

In einer aktuellen Umfrage berichten viele Frauen unter 40 Jahren, dass sie schon einmal oder mehrfach Diskriminierung im Job erlebt hätten.

Unsplash / Anna Demianenko

In einer aktuellen Umfrage berichten viele Frauen unter 40 Jahren, dass sie schon einmal oder mehrfach Diskriminierung im Job erlebt hätten.

Fast jeder Zweite Beschäftigte hat im Job schon einmal Ungleichbehandlung erlebt. Besonders häufig werden jüngere Frauen diskriminiert.

Das berichtet Wirtschaftspsychologie aktuell über eine Befragung im Auftrag des Karriereportals Monster zusammen mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov, das europaweit mehr als 4.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu ihren Erfahrungen befragt hatte. Demnach berichteten 43 Prozent der Befragten, dass sie sich im Beruf schon einmal benachteiligt gefühlt häten. 19 Prozent gaben an, dass sie eine geschlechtsspezifische Diskriminierung erlebt hätten, jeder Dritte von ihnen hatte eine solche Erfahrung innerhalb des vergangenen Jahres gemacht.

Schaut man sich nur die Befragten im Alter bis 36 Jahren an, zeigt sich ein deutliches Bild: Hier berichtet immerhin ein Viertel der Frauen, dass sie wegen ihres Geschlechts im Job ungleiche Chancen gehabt hätten – aber nur 13 Prozent der Männer.

Viele glauben, Männer hätten durch ihr Geschlecht bessere Karrierechancen

Befragt danach, ob sie glaubten, dass Frauen mehr Leistungen zeigen müssten als Männer um die gleichen Karrierechancen zu haben, stimmte immerhin ein Viertel aller Männer (26 Prozent) und fast zwei Drittel der frauen (63 Prozent) zu. Bei den Deutschen sind die stereotypen Erwartungen offenbar besonders ausgeprägt: Fast jeder Zweite gab in der Befragung an, dass er oder sie glaubte, dass Männer einfach durch ihr Geschlecht die besseren Chancen im Job hätten.

Und was hilft dagegen? Auch danach wurden die Umfrageteilnehmer befragt. Am häufigsten wurden demnach transparente Gehälte sowie eine bessere Vereinbarkeit durch weitergehende Elternzeitregelungen, flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit, Homeofficearbeit machen zu können gennant – aber auch die Förderung von Frauen und Mädchen für MINT-Berufe. Dass es helfe, die Führungskräfte für das Thema zu sensibilieren, nannte dagegen nicht einmal jeder Fünfte.

Schreiben Sie uns einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Passend zum Thema