Jobwechsel macht Führungskräfte oft unglücklich

Fast jede dritte Führungskraft ist nach einem Jobwechsel unzufrieden.

Unsplash / Janko Ferlič

Zeit für einen Wechsel? Das will wohl überlegt sein, denn fast jede dritte Führungskraft ist nach einem Jobwechsel unzufrieden.

Ein Jobwechsel führt nicht automatisch zu mehr Zufriedenheit. Erst Recht nicht als Führungskraft. Das zeigt eine neue Studie.

Einer Untersuchung der Frankfurter Baumann Unternehmensberatung Executive Search zufolge sind 28 Prozent der 240 befragten Geschäftsführer und Manager mit ihrem letzten Wechsel unzufrieden. Teilweise bedauern sie den Karriereschritt, heißt es in einem Artikel von Wirtschaftspsychologie aktuell darüber. Besonders bei den eher jüngeren Führungskräften zwischen 30 und 39 Jahren ist die Unzufriedenheit demnach groß.

Warum? Zum einen werden Talente oft mit großen Versprechungen abgeworben, aber die faktischen Bedingungen gestalten sich in der Realität oft anders aus. So gaben viele der Befragten an, dass sie keine vollen Informationen über den neuen Job erhalten hätten. Entsprechend traten sie den neuen Job mit falschen Erwartungen an.

Es scheitert an unrealistischen Erwartungen

Allerdings zeigt die Untersuchung auch, dass die Erwartungen an neu gewonnene Führungskräfte gestiegen sind: Entscheiderinnen und Entscheider sollen heute Innovationen hervorbringen und / oder vorantreiben, neue Akzente und Impulse setzen, Change-Prozesse in Gang setzen. Oft sind die Erwartungen der Unternehmen aber viel zu hoch an die neuen Führungskräfte, sodass es auch hier zu einem unrealistischen Bild kommt.

Interessant ist allerdings auch: Ein wesentlicher Faktor für die Unzufriedenheit sind die finanziellen Rahmenbedingungen. Oft wird trotz der hohen Ansprüche und Zielsetzungen nicht das bezahlt, was sich die Führungskräfte wünschen. Und weil sie noch nicht lange im Unternehmen sind, können sie auch nicht das aushandeln, was bei einer längeren Betriebszugehörigkeit möglich wäre.

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