HP, Telekom und Airbus sind die frauenfreundlichsten Unternehmen

Ein Ranking hat jetzt die frauenfreundlichsten Arbeitgeber gekürt.

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Ein Ranking hat jetzt die frauenfreundlichsten Arbeitgeber gekürt.

Wer als Frau Karriere machen will, sollte bei Hewlett Packard arbeiten. Oder bei der Telekom. Oder bei Airbus. Das jedenfalls empfiehlt der Frauen-Karriere-Index, der seit 2012 jährlich erhoben wird und dessen neueste Ergebniss gerade vorgestellt wurden.

Die ersten zehn Plätze teilen sich 19 Arbeitgeber. Untersucht wurden die 100 größten Unternehmen in Deutschland, die sich bereits aktiv mit dem Thema Frauenförderung beschäftigen.

Das Projekt soll Transparenz über die Aufstiegschancen von Frauen in der Wirtschaft schaffen. Aber wie kann man das messen? Die Initiatorinnen des Projekts haben ein Verfahren entwickelt, das eine Vergleichbarkeit schafft und als standardisertes Instrument benutzt werden kann.

Die Firmen beantworten anonym einen umfangreichen Fragebogen und müssen detaillierte Unternehmenszahlen herausgeben. Diese werden aber nicht veröffentlicht, sondern dienen nur zur Erstellung des Index. Außerdem bekommen die beteiligten Unternehmen die Ergebnisse individuell aufbereitet – und damit konkrete Handlungsanleitungen, wie sie den Anteil der Frauen in Führungspositionen erhöhen können. Die Ergebnisse nutzen die teilnehmenden Unternehmen außerdem zum Controlling ihrer internen Ziele.

Faire Bezahlung als Geheimrezept

Ein Geheimrezept ist dem Report zufolge, auf faire Bezahlung zu achten: Unternehmen, die keinen Unterschied bei der Bezahlung der Geschlechter machen, haben auch mehr Frauen in Führungspositionen.

Ein weiteres Ergebnis ist, dass offenbar kein Zusammenhang zwischen dem absoluten Frauenanteil im Unternehmen und dem Anteil der Führungsfrauen besteht. Viele Frauen generell heißt nicht automatisch, dass auch mehr Frauen aufsteigen.

Auch Bekanntes unterstreicht der neue Frauen-Karriere-Index: Die Teilnehmer  sind  sich  mit  großer Übereinstimmung einig,  dass  gemischte  Teams erfolgreicher sind. Ist das Geschlechterverhältnis hingegen schon ausgeglichen, laufen viele Unternehmen Gefahr, die guten Standards wieder zu verlieren. Frei nach dem Motto: Wir haben unsere Ziele erreicht, ab jetzt ist Frauenförderung nicht mehr nötig.
Und noch etwas stellt der neue Index fest: Firmen, die sich eigene Quotenvorgaben setzen, schaffen es nicht unbedingt besser, diese zu erreichen als Unternehmen, die sich keine Zielmarken geben.

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