Hausfrauen-Dasein macht dumm

Hausfrauen werden in der Regel gering angesehen.

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Hausfrauen werden in der Regel gering angesehen.

Da dürften junge Eltern aber aufatmen: Die Auszeit vom Job für die Familie hält einer neuen Studie zufolge geistig fit, berichtet der KARRIERESpiegel. Allerdings ist die Care-Aufgabe nicht für alle Zeit auch gut fürs Hirn.

Die Forscher fanden heraus, dass das Hausfrauendasein auf Dauer nicht nur unzufrieden macht, sondern auch zu einer Vorstufe von Demenz führen kann. Ausgewertet wurden Daten einer europaweiten Studie, für die mehr als 18.000 Menschen ab 50 Jahren befragt wurden. Demnach war geistig fitter, wer seinen Job für einige Monate für eine neue, anregende Tätigkeit unterbrach. Das traf vor allem auf junge Eltern zu, die eine Weile im Job für die Familie reduzierten, später aber wieder in den Beruf zurückkehrten.

Wer allerdings eine unerwünschte Auszeit wie Arbeitslosigkeit oder ein dauerhaftes Dasein als Hausfrau geraten war, litt unter einer Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten. Vor allem die befragten Hausfrauen und Hausmänner zeigten in der Studien starke Einschränkungen in Mathematik, Sprache und Erinnerungsvermögen. Unklar ist allerdings, ob diese Einschränkungen tatsächlich mit der langjährigen eher stumpfsinnigen Hausarbeit zusammenhing. Denkbar wäre auch, dass diejenigen, die ohnehin über weniger geistige Fähigkeiten verfügten, eher zu Hause geblieben sind. Wir merken uns also: Kurze Auszeit ist fürs Hirn gut, ein Dauerdasein mit stumpfen Hausarbeiten ohne weitere geistige Anregung ist schädlich.

4 Kommentare

  1. Da hast du dich aber gehörig widersprochen:
    “Unklar ist allerdings, ob diese Einschränkungen tatsächlich mit der langjährigen eher stumpfsinnigen Hausarbeit zusammenhing. Denkbar wäre auch, dass diejenigen, die ohnehin über weniger geistige Fähigkeiten verfügten, eher zu Hause geblieben sind. Wir merken uns also: Kurze Auszeit ist fürs Hirn gut, ein Dauerdasein mit stumpfen Hausarbeiten ohne weitere geistige Anregung ist schädlich.”

    Der erste und der letzte Satz… aber ja, irgendwie muss man sich ja die eigene Situation schönreden :-)

  2. Lieber Herr Boyten, danke für den Kommentar. Aber ein Widerspruch ist das nicht. Die Studie zeigt auf, dass eine kurze, freiwillige Auszeit, wie sie etwa viele berufstätige junge Eltern nehmen, gut für die geistige Fitness ist, da es Flexibilität erfordert, sich von Job ganz auf Kind umzustellen. Bleibt man hingegen viele Jahre lange Zuhause und gibt den Job auf, führt dies zum gegenteiligen Effekt – man stumpft ab. Insofern ist Ihre Interpretation von “Schönreden” an dieser Stelle leider falsch. Zudem möchte ich Sie darauf hinweisen, dass wir bei dieChefin.net auf Höflichkeit und Respekt Wert legen. Deswegen siezen wir hier auch, was wir auch von unseren Leserinnen und Lesern erwarten, sofern wir uns nicht persönlich kennen. Danke für Berücksichtigung! Beste Grüße!

  3. Wer schon einmal nach einem halben Jahr Putzen, Wickeln und Füttern wieder etwas intellektuell anspruchsvollere Tätigkeiten wieder aufnahm, weiß, wie gut es sich anfühlt, auf einem anderen Nievau gefordert zu werden.

  4. Kann ich nach einem halben Jahr Zuhause bestätigen. Am Anfang war ich richtig froh eine Verschnaufpause vom Chef und Arbeit zu haben, jetzt sehne ich mich nur noch nach wieder früh aufstehen und arbeiten gehen und eine andere Art von Stress zu leben.
    “Denkbar wäre auch, dass diejenigen, die ohnehin über weniger geistige Fähigkeiten verfügten, eher zu Hause geblieben sind”. Das hier ist auch meine Meinung, wenn ich mich mit “geborenen” Hausfrauen unterhalte, merke ich einfach, dass wir nicht auf dieselbe Wellenslänge sind. Ich würde nicht sagen, dass ich klüger bin, aber eine ganz andere Einstellung habe ich allemal.

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