Führungskräfte müssen zuhören können

Einer neuen Studie zufolge wünschen sich die meisten Angestellten, dass ihre Chefinnen und Chefs sie in Entscheidungen einbinden.

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Einer neuen Studie zufolge wünschen sich die meisten Angestellten, dass ihre Chefinnen und Chefs sie in Entscheidungen einbinden.

Führungskräfte, die nicht auf ihre Beschäftigten hören, sind weniger erfolgreich. Das belegt eine neue Studie.

Über die berichtet die geschätzte Kollegin Claudia Tödtmann in der Wirtschaftswoche. Demnach kommt eine Exklusivumfrage von The Alternative Board, kurz TAB, einem kommerziellen Zusammenschluss von 600 mittelständischen Unternehmern mit bis zu 50 Millionen Euro Umsatz zu dem Ergebnis, dass Führungskräfte, die Entscheidungen im Alleingang treffen, häufiger scheitern. Kein Wunder: Wichtige Aspekte werden nicht berücksichtigt, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fühlen sich übergangen und mitunter entstehen durch Missverständnisse und unklare Kommunikation schwerwiegende und teure Fehler.

Dabei wünschen sich die meisten Beschäftigten, in Entscheidungsprozesse einbezogen zu werden – vor allem, wenn sie direkt davon betroffen sind.

Zuhören kostet Zeit

Immerhin: 91 Prozent der Befragten in dieser Umfrage gaben an, dass Chefinnen und Chefs bei grundlegenden Entscheidungen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anhören und deren Einschätzungen und Wünsche berücksichtigen sollten. Erschreckend allerdings ist, dass dies heute eher die Ausnahme als die Regel ist.

Tatsächlich nehmen sich die meisten Entscheiderinnen und Entscheider kaum Zeit dafür. Im Schnitt hatte jeder zweite Befragte maximal eine gute Stunde pro Woche Zeit in der Umfrage, um sich mit seinen Angestellten über Projekte sowie deren Anliegen und Bedürfnisse persönlich auszutauschen, bei jedem vierten waren es nicht mal 30 Minuten.

Das hat Folgen: 54 Prozent der TAB-Unternehmer gaben zu, bereits Fehlentscheidungen getroffen und Verluste erlitten zu haben, weil sie ihren Mitarbeitern nicht zugehört hatten.

Die Studie zeigt daher: Zuhören wird immer wichtiger. Mangerinnen und Manager sollten dies beachten.

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