Erlangen liegt bei Gleichberechtigung vorn

Zuletzt ist der Anteil von Frauen in kommunalpolitischen Führungspositionen leicht gestiegen.

Unsplash / Iván S. Pasarín

Zuletzt ist der Anteil von Frauen in kommunalpolitischen Führungspositionen leicht gestiegen.

In welcher Stadt haben Frauen de besten Chancen? In Erlangen, Trier und Frankfurt am Main. Das zeigt das neue Genderranking deutscher Großstädte.

Das Ranking, das von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Fernuni Hagen jährlich durchgeführt wird, vergliecht den Frauenanteil in kommunalpolitischen Führungspositionen. Demnach sind in Erlangen bundesweit die meisten Entscheidungspositionen im Öffentlichen Dienst mit Frauen besetzt. Dagegen sieht es von allen untersuchten deutschen Großstädten in Mühlheim an der Ruhr am schlechtesten aus. Verglichen wurden 73 Städte anhand ihrer Frauenanteile an kommunalpolitischen Führungspositionen – Oberbürgermeister/innenamt Dezernatsleitungen, Ausschuss- und Fraktionsvorsitze – sowie an den gesamten Ratsmitgliedern.

Bürgermeisterinnenanteil sinkt

Die Untersuchung wurde zum vierten Mal in zehn Jahren durchgeführt und zeigt ein zwiespältiges Bild: Innerhalb dieses Zeitraums ist der Anteil der Oberbürgermeisterinnen gesunken – von 17,7 Prozent im Jahr 2008 auf aktuell 8,2 Prozent. Der Frauenanteil unter den Dezernent/innen ist dagegen kontinuierlich gestiegen: von 18,5 Prozent 2008 auf 29,1 Prozent 2017. Möglicherweise spielt die Frauenquote hierbei eine wichtige Rolle.

Und auch der Frauenanteil in den politischen Parteien wird von dem Ranking untersucht. Am frauenfreundlichsten sind demnach die Grünen, wo die Hälfte der MandatsträgerInnen qua Quote weiblich sind. Auch bei der Linkspartei sind fast die Hälfte aller Positionen (44 Prozent) mit Frauen besetzt. Bei der SPD liegt der Frauenanteil bei 37,3 Prozent, womit die Partei ihr eigene Quote von 40 Prozent leicht verfehlt. Die CDU kommt auf 33 Prozent. Bei der FDP sind es 26,4 Prozent, bei der AFD sind Frauen mit 11,6 Prozent in politischen Positionen vertreten.

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