Der Gender Pay Gap beginnt schon beim Taschengeld

Mädchen werden schon beim Taschengeld benachteiligt.

Unsplash / Ariel Lustre

Mädchen werden schon beim Taschengeld benachteiligt.

Frauen bekommen weniger Geld als Männer – und das bereits als Kinder. Das stellt die Kinder-Medien-Studie fest.

Demnach erhalten Jungen mehr Taschengeld als Mädchen, berichtet das Statistikportal Statista. Jungen bekommen demnach auch mehr Geld zu Weihnachten, zum Geburtstag und anderen Feiertagen. Während 4- und 5-jährige Mädchen rund 17 Euro pro Monat Taschengeld haben, bekommen Jungen ganze drei Euro mehr und verfügen damit über 20 Euro Taschengeld pro Monat.

Mit dem Lebensalter der Kinder steigt der Unterschied sogar. Bei den 10- bis 13-Jährige verfügen Mädchen im Schnitt über 52 Euro, bei Jungen sind es fast 55 Euro im Monat.

Infografik: Jungen kriegen mehr als Mädchen | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Warum die Ungleichheit so früh beginnt, darüber macht die Studie keine Angaben. Es ist zu vermuten, dass auch hier geschlechtsspezifische Rollenbilder dazu führen, dass Eltern und Großeltern offenbar unbewusst einen Unterschied machen.

Die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern bleibt im Schnitt ein Leben lang bestehen. Frauen bekommen rund 21 Prozent weniger Gehalt (unbereinigter Gender Pay Gap). Das macht sich später bei der Rente bemerkbar: Der Gender Pension Gap zwischen den Geschlechtern betrug 2014 laut Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) 42 Prozent in Westdeutschland und 23 Prozent in Ostdeutschland. Berücksichtigt wurden dabei allerdings nur die gesetzlichen Rente.

 

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