Wie aus Stress Facebook-Sucht werden kann

Reale Freundschaften helfen am Besten, Krisenzeiten zu überstehen.

Unsplash / yoav hornung

Reale Freundschaften helfen am Besten, Krisenzeiten zu überstehen.

Kontakte über soziale Netzwerke zu pflegen, kann besonders in belastenden Situationen positiv fürs Wohlbefinden sein. Doch fehlt die Unterstützung in der realen Welt kann schnelle eine Art Facebook-Sucht daraus werden, stellt eine neue Studie fest.

Demnach gibt es ein Risiko, dass Menschen in stressigen Lebensphasen ohne echtes soziales Netzwerk vor Ort  eine pathologische Bindung an die digitalen Freunde entwickeln. Das berichtet Wirtschaftspsychologie aktuell über eine Untersuchung dder Ruhr-Universität Bochum.

Für ihre Studie wurden allerdings die Lebenslagen von Studierenden analysiert – was die Aussagekraft der Ergebnisse vielleicht etwas einschränkt, immerhin handelt es sich im Schnitt um sehr junge Menschen, die am Beginn ihres Berufslebens stehen.

Offline-Kontakte machen glücklicher

Festzustellen war, dass Menschen, die viel soziale Unterstützung durch reale Kontakte in der Offline-Welt erhielten, besser mit Stressphasen umgehen konnten als Menschen, die überwiegend soziale Kontakte übers Netz pflegten, aber wenige Freundschaften offline gestalteten. Nichtsdestotrotz konnten auch diese Personen einen positiven Nutzen daraus ziehen, mit ihren Kontakten über Facebook im direkten Austausch zu stehen.

Allerdings: Je schwieriger die Lebenssituation und je geringer die Zahl der Offline-Kontakte und Unterstützung, desto stärker war auch die Abhängigkeit von Facebook.

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