Wenn die Pinkelpause zweckentfremdet wird

Die Toilette als alternativen Pausenort nutzen – jeder Zweite macht das angeblich.

Unsplash / Dan Watson

Die Toilette als alternativen Pausenort nutzen – jeder Zweite macht das angeblich.

Auf die Toilette das Handy mitnehmen? Macht fast jeder. Und so wird die Pinkelpause während der Arbeit oft auch zu einer verlängerten privaten Pause, zeigt eine neue Untersuchung.

Demnach nutzt fast jeder zweite Angestellte (48 Prozent) nutzt den Toilettengang, um sich eine kleine Pause zu verschaffen oder privaten Tätigkeiten nachzugehen. Zu diesem Ergebnis kommt der Jobware Umfrage-Report 2018.

Ein Drittel der Befragten (33 Prozent) gab außerdem an, sich auf dem stillen Örtchen eine Ruhepause vom täglichen Arbeitsstress zu genehmigen. Viele nehmen dafür extra ihr Handy mit. 15 Prozent der Befragten gaben offen zu, dass sie auf dem Klo chatten oder spielen.

Führungskräfte wissen von den Pausenaktivitäten

Befragt wurden auch die Führungskräfte. Demnach gab ein Drittel der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber an, dass sie davon ausgingen, dass ihre Beschäftigten auch eine verlängerte Pause auf der Toilette machten. Möglicherweise, weil das einfach menschlich ist. Nur jede und jeder vierte war davon überzeugt, dass auf dem Klo tatsächlich das stattfindet, was dort stattfinden soll.

Wenig Vertrauen scheint auch bei der privaten Nutzung von Firmeneigentum angesagt zu sein: 33 Prozent der Angestellten laden ihr Smartphone mit dem Firmenstrom. Weitere 30 Prozent gestehen die versehentliche Mitnahme von Kugelschreibern und anderen Büromaterialien. Die meisten Arbeitgeber haben diesen privaten Gewinnanteil allerdings längst eingepreist. Streng genommen sind das jedoch alles Gründe für eine fristlose Kündigung.

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