Weiterbildungen fördern die Bindung von Mitarbeitenden

Ein aufgeschlagenes Buch liegt auf einem Tisch

unsplash.com

Wer seinen Beschäftigten Weiterbildungen und Schulen ermöglicht, fördert damit die Loyalität und die Bindung an das Unternehmen als Arbeitgeber. Die Effekte sind erstaunlich.

Vor der Coronakrise galt: Unternehmen waren bisweilen bei Weiterbildungen nachlässig. Zwar wurden durch die Politik die Rahmenbedingungen verbessert – immerhin muss man ja noch nebenbei den Wandel der Arbeitswelt wuppen – und es wurden das Arbeit-von-morgen-Gesetz sowie das Qualifizierungschancengesetz auf den Weg gebracht. Beide Gesetze machen es möglich, dass Arbeitgeber ihren Beschäftigten einfacher Weiterbildungen anbieten können und dafür auch Förderungen erhalten.

Dennoch haben Firmen vor allem für bereits qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wenig Weiterbildungen angeboten. Oft stand dahinter die Sorge, dass teuer und aufwändig geschulte Beschäftigte mit dem neuen Wissen dann zu Konkurrenz abwandern könnten.

Die Bindung wird erhöht

Nun aber zeigt eine neue Studie: Die Sorge ist unbegründet. Im Gegenteil: Wer Weiterqualifizierungen und damit Entwicklungsmöglichkeiten behindert oder verhindert, der frustiert seine Beschäftigten. Dürfen sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hingegen fortbilden und besteht eine wertschätzende und fördernde Kultur für Lernen im Unternehmen, sind die Angestellten loyaler, zufriedener und leistungsbereiter.  Das zeigt eine Analyse der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg, über die Wirtschaftspsychologie aktuell berichtet. „Weiterbildung erhöht im Durchschnitt die Mitarbeiterbindung an das weiterbildende Unternehmen signifikant um mehr als zehn Prozentpunkte“, wird der Forschungsleiter in dem Artikel zitiert.

Die Ergebnisse sind nachvollziehbar: Wer will schon einen Arbeitgeber verlassen, der sich um die Entwicklungschancen seiner Beschäftigten bemüht? In die Studie flossen Daten von rund 4.300 Beschäftigten in 150 deutschen Betrieben aus fünf aufeinanderfolgenden Jahren. Alle untersuchten Betriebe waren Teilnehmer im Betriebspanel des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Die Ergebnisse gelten daher als repräsentativ.

Passend zum Thema