Warum wir eine schnelle Belohnung oft bevorzugen

Viele Menschen bevorzugen eine schnelle Belohnung.

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Viele Menschen bevorzugen eine schnelle Belohnung.

Die Vorfreude auf etwas macht Menschen ungeduldig – und verändert auch die zeitliche Wahrnehmung. Das stellt eine neue Studie fest.

Wenn uns eine Belohnung in Aussicht steht, sind wir demnach ungeduldiger und haben den Eindruck, die Zeit vergehe langsamer. Das haben Forschende des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in zwei Experimenten festgestellt, berichtet Wirtschaftspsychologie aktuell.

Spannend daran: Es kommt nicht auf die Größe der Belohnung an, sondern darauf, dass sie schnell und konkret ist. Demnach sind Menschen sogar eher dazu bereit, sich für eine schnelle Belohnung anzustrengen, nicht aber für eine große, die erst spät erfolgt. Der Grund liegt der Studie zufolge im impulsiven Handeln und einer verzerrten Zeitwahrnehmung. Die große Belohnung fühlt sich wie eine Ewigkeit an, auch die kleine, schnelle Belohnung kommt einem ewig weit weg vor – trotzdem erscheint sie greifbarer.

Führungskräfte sollten Großprojekte in Teile aufsplitten

Zum Beispiel: Die Aussicht darauf, sich am gleichen Tag für eine Arbeit mit etwas Süßem zu belohnen, ist für viele anspornender, da schneller verfügbar, als mehrere Monate zu investieren, um etwa abzunehmen. Daher würden sich viele Menschen eher für eine kurzfristige Belohnung entscheiden statt ein langfristiges Projekt zu verfolgen, auch wenn es einen größeren Benefit verspricht.

Für die Arbeitwelt und das Leiten von Teams heißt das: Große Projekte sollten in kleinere, schnell zu bewältigende Teilprojekte aufgesplittet werden, Teams zwischendurch belohnt werden statt ein dauerhaftes Durcharbeiten am Großprojekt zu verlangen. Führungskräfte sollten dieses Wissen nutzen.

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