Viele Frauen sind mit dauerhafter Teilzeit glücklich

Viele Frauen wählen bewusst Teilzeitarbeit und sind glücklich mit dieser Entscheidung, stellt eine neue Studie fest.

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Viele Frauen wählen bewusst Teilzeitarbeit und sind glücklich mit dieser Entscheidung, stellt eine neue Studie fest.

Viele Frauen, die Teilzeit arbeiten, sind glücklich mit der reduzierten Arbeitszeit. Und zwar obwohl ihnen die finanziellen langfristigen Folgen bewusst sind. Das stellt eine neue Studie fest.

Das geht aus einer Untersuchung des Delta-Instituts für Sozial- und Ökologieforschung im Auftrag des Bundesfamilienministeriums hervor. Das Familienministerium wollte wissen, wie zufrieden Teilzeitbeschäftigte mit ihrer Arbeitszeit wirklich sind. Immerhin ist die Frauenerwerbsquote so hoch wie noch nie, allerdings auch die Teilzeitquote unter den Frauen. 90 Prozent aller Teilzeitbeschäftigten sind weiblich.

Für die Studie wurden 2.000 Teilzeitarbeiterinnen zu ihren Arbeitszeitwünschen befragt, demnach zeigten sich 85 Prozent der Befragten sehr zufrieden mit ihrer reduzierten Erwerbstätigkeit. Dreiviertel hatten gar kein Interesse an einer Vollzeitstelle, fast zwei Drittel sagte, sie wollten bis zum Renteneintritt Teilzeit arbeiten.

Viele Frauen lehnen Vollzeit für sich ab

Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen wollten von den Frauen auch wissen, ob ihnen die langfristigen Folgen ihrer Beschäftigung klar waren: Immerhin arbeiteten die meisten Befragten in klassischen 50-Prozentstellen, bei denen das Einkommen nicht ausreicht, um eine Familie oder nur sich selbst voll zu finanzieren. Abhängigkeit vom Partner, eine schmale Rente, die im Alter nicht ausreicht und ohne die Rente des Partners einen Grundsicherungsanspruch auslöst, sind in der Regel das Ergebnis nach einem Arbeitsleben in Teilzeit.

Tatsächlich zeigten 68 Prozent der befragten Frauen ein Problembewusstsein für diese Themen, ein Viertel gab aber auch an, dass sie sich mit dem Thema Rente nicht beschäftigten, weil sie dieses Thema zu sehr deprimiere. Immerhin: Die meisten Frauen gaben an, in den kommenden zehn Jahren ihre Arbeitszeit erhöhen zu wollen – aber eben nur auf eine vollzeitnahe Stelle.

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