Ständige Hochleistungen schaden der Karriere

Leider sind es meist Frauen, die als fleißige Arbeitsbienen ausbrennen.

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Leider sind es meist Frauen, die als fleißige Arbeitsbienen ausbrennen.

Karriere macht, wer ständig Leistung bringt. Das ist nicht ganz richtig. Zwar ist dauerhafte Hochleistung gut, denn so stellt sich auch bei permanent anspruchsvollen Aufgaben eine gewisse Routine ein. Damit geht vieles leichter von der Hand.

Aber die einst herausfordernden Tätigkeiten werden auch mit der Zeit langweilig. Zudem stellt sich ein Erschöpfungseffekt ein, man agiert überwiegend automatisch, die Konzentration sinkt, es passieren Fehler. Aus früheren Hochleistern werden Mitarbeiter, die mit Fehlern und nachlassender Leistung auffallen. Als Zugpferdchen hat zwar die Karriere profitiert, denn die Geschäftsleitung schätzt Arbeitstiere, denen man immer mehr und mehr Aufgaben übertragen kann.

Befördert werden aber jene, die herausragende Leistungen punktuell erbringen. Warum? Dass die fleißigen Bienchen dauerhaft viel und hart arbeiten, wird zur Routine, zum Alltag. Sie geraten mit den ständigen Hochleistungen aus dem Fokus der Geschäftsleitung. Und wenn sie das vielleicht schon seit Jahren mitgemacht haben, stellt sich möglicherweise der oben beschriebene Effekt ein: Schon die kleinsten Fehlerchen werden als Nachlassen der Leistung wahrgenommen. Wer hingegen einfach gut durchkommt und punktuell Herausragendes leistet, fällt stetig mit besonderen Erfolgen ein. Die Geschäftsführung gewöhnt sich nicht an dauerhafte Hochleistungen – und erwartet diese auch gar nicht. Denn Hochleistung wird vor allem dann geschätzt, wenn sie rar ist.

Leider sind es meist Frauen, die als fleißige Arbeitsbienen ausbrennen, während Männer mit knappen, aber inszenierten Hochleistungen weiter befördert werden.

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