Spitzenmanager haben jetzt schon das Durchschnittsjahreseinkommen “verdient”

Fast 10.000 Euro pro Tag – so viel bekommen Dax-Vorstände im Schnitt an Vergütung.

Unsplash / Ole Eletu

Fast 10.000 Euro pro Tag – so viel bekommen Dax-Vorstände im Schnitt an Vergütung.

Schon an diesem Wochenende haben Spitzenmanagerinnen so viel Geld verdient wie die Durschnittsbeschäftigten im ganzen Jahr verdienen werden.

Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Der Tag hat auch einen speziellen Namen: Fat Cat Thursday nennen die Briten diesen Tag, an dem  – statistisch gesehen – Topmanager auf die Einnahmen kommen, die dem Durchschnittsjahresverdienstes eines Normalbürgers entsprechen. Als fat cat – fette Katze – werden in Großbritannien die Firmenbosse abwertend bezeichnet. Während in UK dieser Tag schon am Donnerstag – also gerade einmal am dritten Tag des Jahres – erreicht wurde, dauert es in Deutschland imerhin fünf bis sechs Tage. Das hat eine Berechnung des britischen Personalexpertenverbands CIPD und der Denkfabrik High Pay Centre sowie Daten der Düsseldorfer Aktionärsvereinigung DSW mit den allgemeinen Verdienstzahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden ergeben, berichtet die Zeitung.

Fast 10.000 am Tag

“Lässt man unterschiedliche Steuern und Abgaben außer Acht und überträgt diese Zahlen auf das Jahr 2018, dann könnten die Dax-Vorstände somit zumindest rein rechnerisch das Arbeitsjahr schon am Samstag nach exakt fünf Tagen und sieben Stunden beenden – und kämen dennoch auf ein durchschnittliches deutsches Jahresgehalt”, heißt es in dem Artikel.

Na dann!

7 Kommentare

  1. Das ist ganz einfach Kommentar los. Was soll man da noch groß sagen. Das Welt Kapital wird unter bestimmten Menschen aufgeteilt. Millionen Menschen verhungern, wem interessiert das !

  2. Die Top Manager sind in der Regel, gut ausgebildete, zielstrebige, fleißige Leute, mit hervorragenden Abschlüssen, viele haben promoviert. Hinzukommt eben auch viel Verantwortung für Mtarbeiter und Unternehmen. Außerdem sind sie der
    deutschen Sprache mächtig, viele sprechen mehrere Fremsprachen . Sie machen auch keine Rechschreibfehler oder grammatikalische. Ich finde es okay, dass sie ein Vielfaches mehr verdienen. Über die Spanne läßt sich natürlich streiten. Mehr als 16 – 18 Stunden können sie auch nicht arbeiten und das müssen viele im mittleren Management auch.

  3. Einfach frustrierend immer wieder wenn man solche Vergleiche sieht. Da vergeht einem die Lust auf den täglichen Kampf um das Geld. Aber irgendwie wird es den Manager auch von den kleinen in den AR..geschoben.. die kleinen Unterstützen auch vieles, damit die Großen zu Ihrem Erfolg kommen. zbps. Fussballspiel viele Tragen denen noch das Geld nach für teure Ticket etc.

  4. Klar kann man streiten, was gerechtfertigt ist und was nicht.
    Trotzdem interessant (und nervig zugleich) ist diese Neidgesellschaft in D. Es steht jedem frei, genau diesen Weg zu wählen und bei entsprechender Leistung auch zu erreichen. Aber wieviele Leute wollen schon 16-18h arbeiten? Verantwortung übernehmen? Geschäft mit nach Hause und in den Urlaub nehmen?
    Dann wird die Luft und das Interesse auf einmal ganz dünn.
    P.S. ich gehöre nicht zu Empfängerkreis dieser Gehälter…

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