Sie wollen weniger arbeiten

Viele Frauen sind mit ihrer Arbeitszeit unzufrieden: Vor allem Teilzeitbeschäftigte wollen aufstocken, Vollzeitkräfte hingegen reduzieren.

Unsplash / Christine Hume

Viele Frauen sind mit ihrer Arbeitszeit unzufrieden: Vor allem Teilzeitbeschäftigte wollen aufstocken, Vollzeitkräfte hingegen reduzieren.

40 Wochenstunden oder mehr? Das wollen immer weniger Menschen als Normalarbeitszeit haben. Eine neue Studie stellt fest: Jeder zweite Mann und fast jede zweite Frau würden ihre Arbeitszeit gern um 2,5 Wochenstunden verkürzen.

Das hat das Institut für Arbeitmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg  (IAB) in einer neuen Analyse festgestellt. Demnach war der Wunsch nach Arbeitszeitverkürzung besonders bei Männern und Frauen mit höheren Bildungsabschlüssen und größerer beruflicher Autonomie groß.

Es gibt aber einen Unterschied beim Geschlecht: Der Anteil von Frauen, die ihre Arbeitszeit gerne erhöhen würden, ist nicht zu vernachlässigen. So gaben 17 Prozent der weiblichen Beschäftigten an, dass sie gerne mindestens 2,5 Stunden pro Woche länger arbeiten würden. Diesem Wunsch stünden jedoch oft Verpflichtungen im Haushalt entgegen. Auch fehlende Betreuungsmöglichkeiten für Kinder ließen eine Aufstockung der Arbeitszeit nicht zu.

40 Prozent der Befragten wollen nichts ändern

Die Forscher schlagen daher  eine lebensphasenorientierte Arbeitszeitgestaltung, Langzeit-Arbeitszeitkonten sowie ein Recht auf Rückkehr in Vollzeit vor. Ebenso sprechen sich die Forscher für eine stärker gleichberechtigte Aufteilung der Haus- und Sorgearbeit aus. Bekannt ist auch: bessere steuerliche Anreize, die weniger Minijobs sondern eine vollzeitnahe Teilzeit fördern.

Erwähnt werden soll aber auch: Gut  40 Prozent der männlichen und weiblichen Beschäftigten sind der Analyse zufolge mit dem Umfang ihrer Arbeitszeit zufrieden. Im Durchschnitt würden Männer gerne rund 37 Wochenstunden arbeiten, Frauen rund 30.

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