Schwieriger Berufseinstieg führt häufiger zu Trennungen

Phasen der Arbeitslosigkeit des Mannes führen häufiger zu einer Trennung.

Unsplash/ Djim Loic

Phasen der Arbeitslosigkeit des Mannes führen häufiger zu einer Trennung.

Ist der Einstieg ins Berufsleben von Schwierigkeiten geprägt, wirkt sich das auch aufs Privatleben aus. Männer trennen sich dann häufiger, stellt eine neue Untersuchung fest.

Das stellt eine repräsentative Studie des Deutschen Jugendinstituts (DJI) und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) fest, über die Wirtschaftspsychologie aktuell  berichtet. Darin wurde untersucht, ob sich der Übergang von der Ausbildung in den Beruf stabilisierend oder destabilisierend auf Partnerschaften auswirkt. Das Ergebnis zeigt deutliche Unterschiede für Männer und Frauen: Gibt es Probleme im Job und scheitert der Berufseinstieg, etwa weil die Probezeit nicht überstanden wird, ist die Trennungsrate bei den Männern um 43 Prozent höher als bei Männern, die einen reibungslosen Einstieg ins Berufsleben haben. Bei den Frauen machten die beruflichen Probleme hingegen keinen Unterschied.

Traditionelle Rollenstereotype wirken sich aus

Für die Studie wurden Daten von über 1.500 Männern und Frauen zwischen 18 und 30 Jahren aus dem Beziehungs- und Familienpanel Pairfam ausgewertet. Das sind Längsschnittdaten über Partnerschaftsverläufe junger Menschen in Deutschland.

Besonders destabilisierend wirkte demnach eine Phase der Arbeitslosigkeit bei Männern. Offenbar belastet so eine Phase junge Paare sehr stark – so dass sie am Ende nur einen Ausweg sehen: die Trennung. Was dabei der Hauptgrund ist – also, ob sich die Frau vom Mann trennt, weil sie ihn wegen der Arbeitslosigkeit nicht mehr als Ernährer ansieht oder ob er sich als Versager fühlt, darüber geben die Daten keinen Aufschluss. Die Forscherinnen und Forscher gehen aber davon aus, dass der starke geschlechtsspezifische Unterschied mit traditionellen Rollenbildern zu tun haben muss.

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