Schon Top-Studentinnen fordern weniger Geld

Frauen fordern schon zum Berufseinstieg weniger Geld.

Unspalsh / Khara Woods

Frauen fordern schon zum Berufseinstieg weniger Geld.

Ach ja, der Gender Pay Gap. Unbereinigt liegt er bei 21 Prozent, bereinigt bei fast sieben Prozent. Eine neue Studie stellt nun fest: Auch Top-Studentinnen fordern schon viel zu wenig Geld. Die Lücke zwischen den Geschlechtern geht bereits hier auf.

Das berichtet Wirtschaftspsychologie aktuell über eine Umfrage der Unternehmensberatung McKinsey und dem Karrierenetzwerk e-Fellows.net. Demnach verlangten Spitzen-Studentinnen im Schnitt ein Einstiegsgehalt von  62.000 Euro Jahresbrutto, ihre männlichen Kommilitonen wollten hingegen fast 20 Prozent mehr.

Auf Planbarkeit kommt es beiden an

An der Umfrage beteiligten sich mehr als 7.000 Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger. Eine Erklärung für den Gap kann natürlich sein, dass Frauen eher in Branchen und Unternehmen beschäftigt sind, die niedrigere Gehälter zahlen – aber auch beim Vergleich der Branchen und Positionen zeigt sich ein erheblicher Unterschied. Aber auch bei der Bereitschaft, auf Work-Life-Balance zu verzichten.

So gaben die Männer in der Studie an, sie würden für viel Geld auch mehr als 48 Stunden pro Woche arbeiten, Frauen sahen das Limit eher bei 44 Wochenstunden.

Und auch bei der sonstigen Karrierebereitschaft gab es Unterschiede: Dreiviertel der befragten Männer sagten, sie wollten eine Führungsposition übernehmen, aber nur 56 Prozent der Frauen wollten das in der Umfrage. Beiden Geschlechtern kam es aber mit hoher Zustimmung auch auf Planbarkeit und Sicherheit an.

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