Schnelle Denkerinnen leben länger

Je weniger man im Alter beim Denken abbaut, desto wahrscheinlicher ist es, sehr alt zu werden – vor allem als Frau.

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Je weniger man im Alter beim Denken abbaut, desto wahrscheinlicher ist es, sehr alt zu werden – vor allem als Frau.

Frauen, die flott im Denken sind, haben statistisch betrachtet eine höhere Lebenserwartung. Das stellt eine neue Studie fest.

Frauen haben statistisch gesehen eine längere Lebenserwartung als Männer. Eine Frau, die im Jahr 1980 geboren wurde, kann demnach mit einer Lebenserwartung von 76 Jahren rechnen, Männer dagegen nicht einmal von 70 Jahren. Und Mädchen, die heute geboren werden, werden im Schnitt 83 Jahre alt, Jungen dagegen nur 78 Jahre.

Eine neue Studie der Universität Genf hat nun untersucht, was die Lebenserwartung außerdem positiv beeinflusst. Und stellt fest, dass auch die kognitive Leistung offenbar in einem Zusammenhang mit der Länge des Lebens stehen. Das berichtet Wirtschaftspsychologie aktuell.

Das Genfer Forscherteam wertete dabei Daten von mehr als 6.000 Personen im Alter zwischen 41 und 97 Jahren aus, die regelmäßig für die Untersuchung Manchester Longitudinal Study of Cognition seit 1983 zu ihrem Lebensstil und ihrem Gesundheitsverhalten befragt wurden. Das Spannende an den Daten ist: Die Probanden mussten auch Intelligenztests machen.

Auffällig war demnach, dass die Frauen durchweg älter wurden. Und: Wer flott im Denken war und Logikaufgaben insgesamt schneller lösen konnte, der baute auch mit den Jahren weniger bei der geistigen Fähigkeit ab. Mehr noch: Die fitten Denkerinnen und Denker erkrankten offenbar weniger stark und alterten insofern gesünder – und wurden älter.

Auf die psychische Gesundheit kommt es an

Weitere Faktoren waren überdies die eigene Einschätzung zur Gesundheit. Wer fest daran glaubte, sehr alt zu werden und eine gute Gesundheit zu haben, der wurde offenbar auch deutlich älter. Natürlich spielt hierbei auch eine Rolle, ob jemand bereits Vorerkrankungen oder erbliche Erkrankungen hatte und auf dieser Basis seinen Gesundheitszustand einschätzte.

Die Forscher konnten laut Wirtschaftspsychologie aktuell allerdings auch einen Zusammenhang zwischen der psychischen Verfassung, der Gedächtnisleistung und dem Vertrauen in die eigene Gesundheit ausmachen. Man kann also festhalten: Wer auf seinen Geist und seinen Körper vertraut, sein schnelles Denken stetig füttert und weiblich ist – der hat die besten Chancen, ein hohes Alter zu erreichen.

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