Räumliches Denken? Können Frauen doch!

Räumliches Denken? Sollen Frauen angeblich nicht so gut können wie Männer. Eine neue Studie zeigt aber, dass das nicht stimmt.

Pixabay / Unsplash

Räumliches Denken? Sollen Frauen angeblich nicht so gut können wie Männer. Eine neue Studie zeigt aber, dass das nicht stimmt.

Die scheinbaren Unterschiede zwischen Männer und Frauen beim räumlichen Denken können schnell überwunden werden. Das zeigt eine Studie der University of California.

Jaja, Frauen sind schlecht im räumlichen Denken, daher können sie ja auch so schlecht einparken (aber Wohnungen und Häuser dafür sehr gut einrichten.) So weit, so unlogisch. Dass an dem vermeintlichen Mangel der Frauen nicht viel Wahres dran ist sondern vielmehr Stereotype und Rollenklischees dazu führen, dass Frauen ihre Leistungen schlechter und Männer ihre Leistungen besser bewerten, zeigt nun eine neue Untersuchung amerikanischer Forscherinnen, über die Spektrum der Wissenschaft berichtet.

Das Wissenschaftsteam nutzte einen einfachen Trick: Sie machten die Aufgabe anscheinend “sozialer” und sprachen somit eine angeblich typisch weibliche Fähigkeit an. Die Herausforderung: Die Probandinnen und Probanden sollten Objekte räumlich anordnen. Häufig erinnern sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei solchen Versuchen an ihre Schulzeit, denken an Erfahrungen aus dem Mathematikunterricht zurück. Ihnen fallen alte Glaubenssätze ein – und zu diesen zählt leider auch, dass Frauen einfach nicht gut darin seien, räumlich zu denken. Schon gar nicht, wenn es um die Anordnung komplexer geometrischer Figuren zueinander im Raum geht.

Nichts weiter als ein Stereotyp

Der Clou des Forscherteams: Ein Objekt wurde einfach mit der Figur eines Menschen ersetzt. Die Testpersonen nahmen die Aufgabe damit als “sozial” wahr  – und schwuppsdiwupp –  die Frauen schnitten genauso gut oder schlecht ab wie die Männer.

“Der Befund bestätigt frühere Ergebnisse, denen zufolge Menschen bei bestimmten Aufgaben schlechter abschneiden, wenn sie mit negativen Stereotypen über sich selbst konfrontiert werden: zum Beispiel eben Frauen bei naturwissenschaftlichen und technischen Themen. Wenn man solche Aufgaben wie in Tarampis Studie als ‘sozial’ tarnt – ein Gebiet, auf dem Frauen vorgeblich besser sind –, verschwindet der Nachteil”, schreibt das Magazin.
Ein Ergebnis, das wieder einmal zeigt, wie dominant Geschlechterstereotypen sind – und das erklärt, dass der Unterschied zwischen den Geschlechtern vor allem ein soziales Konstrukt ist.

Passend zum Thema

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen