„Ohne Hürden wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin“

"Hürden und Steine auf dem Weg bieten auch immer die Chance, die eigenen Stärken zu festigen und die Schwächen zu reflektieren", ist Astrid Kleinhanns-Rollé überzeugt.

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"Hürden und Steine auf dem Weg bieten auch immer die Chance, die eigenen Stärken zu festigen und die Schwächen zu reflektieren", ist Astrid Kleinhanns-Rollé überzeugt.

Dinge anpacken, auch wenn einem dabei starker Gegenwind ins Gesicht weht, liegt Astrid Kleinhanns-Rollé. Als Managing Director der WU Executive Academy lässt sie gemeinsam mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern Ideen wahr werden.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2005 ist Dr. Astrid Kleinhanns-Rollé Managing Director der WU Executive Academy. Unter ihrer Führung hat sich die Akademie im Laufe der letzten Jahre zum führenden Anbieter von Management- und Leadership-Ausbildung im CEE-Raum entwickelt.
Ihr Doktorat im Bereich Sozial- und Wirtschaftswissenschaften bekam sie von der Johannes Kepler Universität in Linz und in Kooperation mit der MIT Sloan School of Management verliehen. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin forschte sie zwei Jahre im Bereich Online Education und Virtual Teams an der Harvard University.

die Chefin: Warum machen Sie, was Sie machen?

Astrid Kleinhanns-Rollé: Ich habe das besondere Glück, mich beruflich mit Dingen beschäftigen zu können, die mich persönlich am allermeisten interessieren: Gemeinsam mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern, unterschiedlichen Berufen und unterschiedlichen Sichtweisen Ideen wahr werden zu lassen – und sie gleichzeitig dazu zu befähigen, durch lebenslanges Lernen ihre eigenen Ziele zu erreichen.

In der Serie 6 aus 49 beantworten 49 weibliche Führungskräfte sechs Fragen zu ihrem persönlichen Karriereweg.

die Chefin: Wurden Sie auf Ihrem Weg unterstützt?

Kleinhanns-Rollé: Auf meinem ganz persönlichen (Karriere-)Weg gab es immer wieder ganz besondere Menschen, die es mir zugetraut haben, meine bis Weilen hochgesteckten Ziele auch zu erreichen. Das hat mich sehr motiviert, die „extra mile“ zu gehen, wenn es notwendig war. Meine Mutter hat mich von früher Kindheit an in meinem Mut bestärkt, Dinge anzupacken, auch wenn mir manchmal starker Gegenwind ins Gesicht geweht hat. Von ihr habe ich auch die Eigenschaft, mich erst mit einem Ergebnis zufrieden zu geben, wenn es wirklich gut ist.

die Chefin: Gab es auf diesem Weg Hürden?

Kleinhanns-Rollé: Klar, ohne Hürden wäre ich überhaupt nicht da, wo ich jetzt bin. Und, weil ich gewisse Hürden nicht habe, bin ich immer noch hier ;-)

Auch wenn es nicht immer gelingt, es auf den ersten Blick so zu sehen: Hürden und Steine auf dem Weg bieten auch immer die Chance, die eigenen Stärken zu festigen und die Schwächen zu reflektieren. Mit der Überwindung jeder Hürde habe ich an Kraft, Fokus und innerer Gelassenheit gewonnen. Durch diese Erfahrung und dieses Wissen kann ich Hürden als spannende Weiterentwicklung wahrnehmen – das macht Spaß.

die Chefin: Auf welche Ihrer Eigenschaften sind Sie stolz und warum?

Kleinhanns-Rollé: Den Drive, aus mir einen „besseren“ Menschen zu machen, zu versuchen, in jeder Situation mein „bestes Ich“ zu sein. Auf meinen Mut, mir zuzutrauen, etwas in Angriff zu nehmen, was ich noch nicht kann. Und auf meine ausgeprägte „Just-do-it-Mentalität“ und mein Lebensmotto „Think big!“. Denn das bringt mich immer wieder mit Menschen auf eine sehr wertschätzende Weise zusammen.

die Chefin: Was war der beste Rat, den Sie je bekommen haben?

Kleinhanns-Rollé: Create win-wins and enlarge the pie: Wer immer danach strebt, nicht nur den eigenen Vorteil im Blick zu haben, sondern echte Win-win-Situationen zu generieren, sorgt dafür, dass am Ende für alle mehr vom Kuchen da ist.

die Chefin: Was raten Sie dem Nachwuchs?

Kleinhanns-Rollé: Folge deinem Flow. Alles ist möglich.

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