Nachtaktive neigen häufiger zu Depressionen

Eine Studie stellt fest: Wer dauerhaft seinen Biorhythmus ignoriert, kann offenbar eher psychisch erkranken.

Unsplash / Michel Catalisano

Eine Studie stellt fest: Wer dauerhaft seinen Biorhythmus ignoriert, kann offenbar eher psychisch erkranken.

Es gibt Lerchen und Eulen. Menschen also, die lieber früh morgens aktiv sind und solche, die lieber abends und in der Nacht leistungsfähig sind. Nun stellt eine Studie fest, dass die Nachtaktiven häufiger psychisch erkranken.

Demnach leiden Menschen, die viel in der Nacht und am Abend arbeiten, öfter unter Depressionen und entwicklen schwere psychische Erkrankungen bis hin zu bipolaren Störungen. Das haben schottische Forscherinnen der Glasgow-University in einer neuen Untersuchung herausgefunden. Allerdings komt es darauf n, ob man freiwillig nachtaktiv ist oder aber dauerhaft seine innere Uhr missachtet.

Das Wissenschaftlerteam wertete Daten von mehr als 91.000 Britinnen und Briten im Alter zwischen 37 und 73 Jahren aus, deren Aktivitäten über Jahre hinweg  gemessen wurde. Diese Daten wurden mit Informationen zu ihrer psychischen Verfassung verglichen. Herausgerechnet wurden dabei andere Faktoren, die einen Einfluss auf die Gesundheit haben.

Und so zeigte sich: Die Probandinnen und Probanden erkrankten dann an psychischen Krankheiten, wenn sie dauerhaft gegen ihren Biorhythmus arbeiteten. Besonders oft waren entsprechend Menschen betroffen, die Nachtschichten hatten oder die viel über Zeitzonen hinweg pendelten.

Auch JetsetterInnen sind gefährdet

Die Ergebnisse untermauern, was schon lange bekannt ist: Nacht- und Schichtarbeit machen krank. Auch ist ein Leben als Jetsetterin oder Jetsetter, wie bei Spitzenführungskräften gängig, nicht ohne Risiko.

Allerdings ist auch bekannt, dass psychisch Kranke besonders häufig auch Schlafprobleme haben. Es kann also durchaus sein, dass die Erkrankungen auch ein Leben gegen den Biorhythmus bedingen.

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