Nachrichten bereiten Frauen schlechte Laune

Ja sagen zu Nachrichten lohnt sich: Denn das Weltgeschehen zu kennen, bedeutet auch die Chance auf Teilhabe.

Pixabay / Aktim

Ja sagen zu Nachrichten lohnt sich: Denn das Weltgeschehen zu kennen, bedeutet auch die Chance auf Teilhabe.

Frauen reagieren auf die Nachrichten anscheinend emotionaler: Nachrichtensendungen bereiten ihnen ein Gefühl von Bedrückung. Das stellt eine Untersuchung der ARD/ZDF-Medienakademie n in Zusammenarbeit mit dem Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung fest.

Diese Meldung macht unseren Leserinnen hoffentlich keine schlechte Laune – denn: Die Studie ist nicht repräsentativ. Das berichtet das Magazin DWDL. Demnach hatten die Journalismusforscherinnen und Journalismusforscher 126 Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 82 Jahren zu ihrem Nachrichtenkonsum. Immerhin fast drei Viertel der Befragten liest, schaut oder hört jeden Tag Nachrichten. Bei den Männern waren es 89 Prozent, bei den Frauen nur 50 Prozent, heißt es in dem Bericht.

Fast zwei Drittel der befragten Frauen gab an, dass ihnen die Nachrichten aufs Gemüt schlügen – sich sich also bedrückt und sogar traurig fühlten. Das war für einige Frauen offenbar auch der Grund, sich nicht mit Nachrichten auseinanderzusetzen.

Die Männer dagegen gaben dem Bericht zufolge an, dass sie sich durch das Beschäftigen mit Nachrichten informiert fühlten.

Allerdings darf man bei solchen Ergebnissen nicht ausschließen, dass die Befragten gemäß von Rollenerwartungen geantwortet haben. Wir finden aber: Nachrichten gehen alle etwas an. Männer wie Frauen – denn sich mit dem Weltgeschehen zu beschäftigen, heißt auch Teilhabe. Frauen sollten nicht durch Informationsverweigerung sich der Chance von Teilhabe verschließen.

Passend zum Thema