Mehr Chefinnen in den Medien – aber langsam

Der Frauenanteil in den Redaktionen der Medien steigt nur langsam.

Unsplash / J. Kelly Brito

Der Frauenanteil in den Redaktionen der Medien steigt nur langsam.

Die Bewusstseinsindustrie wird auch an der Spitze langsam weiblicher: Immer mehr Medienhäuser haben Frauen in den Entscheidungspositionen. Das geht aus der neuen Auswertung des Vereins Pro Quote hervor.

Die Betonung liegt dabei allerdings auf langsam. Denn mit dem Ausbau des Frauenmachtanteils in ihren Führungsebenen tun sich deutsche Medien auch weiter schwer. Aber immerhin liegen mit „Spiegel“ (37,5 Prozent) und „Zeit“ (35,1 Prozent) zwei von acht untersuchten Printredaktionen über der 30-Prozent-Marke, zwei weitere, nämlich „Bild“ und „Stern“ bleiben knapp darunter. Dies ergibt die aktuelle Erhebung des Vereins ProQuote Medien, der halbjährlich das Geschlechterverhältnis in den Chefetagen deutscher Leitmedien unter die Lupe nimmt.

Bei der “Bild” sinkt der Frauenanteil

„Gemessen an den Ergebnissen unserer ersten Zählung 2012 ist das ein gewaltiger Fortschritt“, sagt ProQuote Vorstandsvorsitzende Maren Weber. Bei der “Bild” ist der Frauenanteil allerdings leicht gesunken: Von 36 Prozent auf 29,8 Prozent. Allerdings hat die Zeitung nicht etwa Führungsfrauen verloren, sondern einfach umstrukturiert. Schlusslicht ist das Nachrichtenmagazin „Focus“ mit nur 9,1 Prozent Frauen in Führungspositionen.

Der Verein ProQuote ist ein Zusammenschluss von Medienfrauen und fordert, Führungspositionen in deutschen Medien zur Hälfte mit Frauen zu besetzen.

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