Machtorientiert und ausgeglichen – die besten Führungseigenschaften

Frauen an der Spitze braucht Machtbewusstsein.

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Frauen an der Spitze braucht Machtbewusstsein.

Wer hätte das gedacht? Machtbezogene, aber emotional stabile Menschen sind am ehesten in der Lage, sich neuen Situationen schnell anzupassen. Das macht solche Menschen auch zu guten Führungskräften, stellt eine neue Metaanalyse mit über 7.500 Personen fest, über die Wirtschaftspsychologie aktuell berichtet.

Demnach hatte Jason L. Huang, Assistenzprofessor für Organisationspsychologie an der Wayne State University im US-amerikanischen Detroit, untersucht, wie sich Menschen an ihre Arbeit, neue Aufgaben, Situationen oder Umwelten anpassen. Generell wird die Anpassungsfähigkeit von außen (etwa in einer Krisensituation) aber auch von innen gesteuert werden (durch eigenen Antrieb, etwa um sich neue Fertigkeiten anzueignen). Die Forscher untersuchten 71 Einzelstudien zur Anpassungsfähigkeit daraufhin, welche Persönlichkeitseigenschaften besonders wichtig waren. Dabei stellten sie fest, dass Personen, die besonders macht- und statusbezgen sind und andere anführen möchten, in der Regel sich auch rasch anpassen können. Dabei steuern sich ihre Anpassungsfähigkeit selbst, um proaktiv Veränderungen herbeizuführen. Sie gehen kreativ vor, lernen neue Fähigkeiten und nehmen auf diese Weise künftige Entwicklungen vorweg.

Auch Menschen, die ruhig und ausgeglichen sind, passen sich schneller an als Menschen, die ängstlich und sorgenvoll sind. Die Ausgeglichenen sind dabei besonders gut, wenn sie durch äußere Einflüsse zur Anpassungsfähigkeit gezwungen sind.

Die Forscher fanden außerdem heraus, dass besonders Manager von den beiden Eigenschaften Machtorientierung und Ausgeglichenheit profitierten. Interessant dabei ist auch: Frauen sind in der Regel ausgeglichener. Die Ergebnisse sind besonders interessant, will man für ein Unternehmen in einer Umbruchssituation Führungskräfte rekrutieren.

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