Macht-Gen gefunden

Ist das Streben nach Macht genetisch bedingt?

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Ist das Streben nach Macht genetisch bedingt?

Machthungrig, knallhart: Psychopathen sind in deutschen Chefetagen keine Seltenheit. Machiavellist werden solche rücksichtlos nach Macht strebenden Führungspersönlichkeiten genannt.

Der Psychologe Christian Montag von der Universität Ulm konnte nun in einer Studie ein sogenanntes Macht-Gen nachweisen, dass offenbar ein schizotypes Verhalten bedingt (oder verstärkt). Dieses Gen ist für den Rezeptor des Gehirnbotenstoffs Dopamin zuständig und trägt den Namen DRD3-Ser9Gly.

In der Studie der Forscher hatten diese Probanden häufiger dieses Gen, die sich selbst auch machtbesessen einordneten und dafür auch öfter unmoralisches Verhalten in Kauf nahmen, schreibt Wirtschaftspsychologie aktuell dazu. Die Untersuchung liefert zumindest Indizien dafür, dass bei Männern dieses Macht-Gen zu mehr Skrupellosigkeit und Egozentrik führt als bei Frauen.

Ein Interview mit dem Studienleiter ist auch auf ZEIT ONLINE sowie in der WirtschaftsWoche erschienen.

Ein Kommentar

  1. Und warum tut da keiner was?

    Uns wird vorgegaukelt, dass die Gesetze für alle gelten aber scheinbar sind Chefs unantastbar und können mit ihren Angestellten machen was sie wollen. Die Angestellten müssen ja eh kuschen, weil häufiger Jobwechsel und eine schlechte Bewertung sich nicht gut im Lebenslauf machen. Durch Gespräche könnte dieses Problem ganz einfach gelöst werden – diese finden aber nicht statt!

    Wie soll das angehen?
    Wenn ein Chef jedes Gespräch blockieren darf. Menschenrechte ignorieren darf.
    Das ArbeitnehmerInnenschutzgesetz ignorieren darf.
    Alles völlig ungestraft.

    Da kommt keine Polizei. Das ist hochgradig verantwortungslos und schädigt die gesamte Gesellschaft. Denn ein Chef sollte ein Vorbild sein – ist aber in dem Fall ein Anti-Vorbild.

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