Kinder motivieren Führungskräfte

Eltern verfügen meist über viele Softskills – und das beflügelt offenbar auch Führungskräfte, die selbst Kinder haben.

Unsplash / Natalya Zaritskaya

Eltern verfügen meist über viele Softskills – und das beflügelt offenbar auch Führungskräfte, die selbst Kinder haben.

Kinder machen glücklich und inspirieren. Vor allem dann, wenn man eine Führungsposition inne hat. Das zeigt eine neue Studie.

Dies berichtet Wirtschaftspsychologie aktuell über eine Studie der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS), die sich mit Lebensmustern von Führungskräften mit Kindern befasst hat. Eigentlich hatten die Forscherinnen und Forscher angenommen, dass die Führungskräfte aufgrund ihrer hohen zeitlichen Beanspruchung im Job nur wenig Zeit für die Familie hätten – und dass der Nachwuchs für sie daher eher eine untergeordnete Rolle spielen würde.

Doch das Gegenteil ist der Fall. Zwar zeigt die Studie „Arbeit und Familie – Lebensmuster von Führungskräften“, dass besonders die männlichen Spitzenführungskräfte eine stark traditionelle Rollenaufteilung in ihrer Partnerschaft leben – sprich: Er macht Karriere in einem Job mit mindestens 50 Stunden pro Woche, sie kümmert sich um die Familie und gemeinsame Zeit wird vor allem am Wochenende und im Urlaub miteinander verbracht. Dennoch ist den Managern die Familie deshalb nicht unwichtig und sie verbringen relativ betrachtet viel Zeit mit ihren Kindern. Im Schnitt arbeiteten die Befragten sogar 50 bis 59 Stunden pro Woche, aber brachten dennoch an Wochentagen fünf bis zehn Stunden für ihre Kinder auf. Am Wochenende sogar gute 20 Stunden. Auch gaben die Befragten an, dass sie trotz der traditionellen Rollenaufteilung sich gleichberechtigt bei der Kindererziehung einbrachten.

Noch spannender allerdings: Dreiviertel der Spitzenmanager gaben an, dass sie das Elterndasein für ihre Führungsposition inspiriere und beflügele. Vielleicht auch, weil im Umgang mit dem eigenen Nachwuchs sich ein empathischer und respektvoller Führungsstil auf spielerische Weise lernen lässt. Frei nach dem Motto: Wenn es mit den Kindern klappt, sollte es doch auch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern funktionieren. Offenbar sind Kinder insofern gut für Chefinnen und Chefs.

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