Jetzt kommt die Generation Z

Die Generation Z strebt nach Sicherheit und Harmonie.

Unsplash / Timothy Choy

Die Generation Z strebt nach Sicherheit und Harmonie.

Die Generation Z, die heute bis zu 25-Jährigen, starten ins Berufsleben. Sie sind um das Jahr 2000 geboren und wuchsen mit Helikoptereltern auf. Was kommt da auf die Arbeitswelt zu?

Dieser Frage gehen die ersten Generationenstudien nach und kommen zu einem interessanten Ergebnis: Die Generation Z scheint sich demnach von der Generation Y und allen Älteren stark zu unterscheiden.

Nicht nur die Shell-Jugendstudie hat die junge Generation im Blick, auh eine Untersichung der IUBH Internationalen Hochschule hat sich ausgiebig mit den jungen Erwachsenen beschäftigt und stellt fest, dass obgleich Generation Y und Z ähnliche Bedingungen hatten – immerhin sind beide Generationen mit Internet und Smartphones aufgewachsen und hatten Eltern um sich, die sie in der Regel stark umsorgt hatten – die Jüngeren nicht mehr unbedingt einzigartig und individuell behandelt werden möchten, sondern eingebunden sein möchten in eine größere Gemeinschaft. Das berichtet Wirtschaftspsychologie aktuell über die Untersuchung. Offenbar könnten die Erfahrungen während der Finanz- und Wirtschaftskrise vor über zehn Jahren die junge Generation geprägt haben, auch sind sie noch stärker als die bis zu 1985 Geborenen in Zeiten des Terrors aufgewachsen.

Darum wählen die heutigen Berufsanfängerinnen und -anfänger auch wieder bodenständigere Berufe: Jobs im öffentlichen Dienst sind ebenso gefragt wie Tätigkeiten, die Sicherheit und ein gutes Einkommen sowie Arbeitsbedingungen bieten, in denen sich Familie und Beruf gut miteinander in Einklang bringen lassen.

Streben nach Geborgenheit, aber nicht unkritisch

Laut der Studie betonen die befragten Jugenlichen und jungen Erwachsenen mit 63 Prozent sehr stark, dass ihnen Jobsicherheit sehr wichtig ist. Aufstiegschancen sind nur für jede Zweite und jeden Zweiten wichtig. An Selbstverwirklichung und starker Individualisierung scheinen die Jungen weniger stark interessiert zu sein. Dafür sind der Generation Z offenbar klare Strukturen und ein regelmäßiger Tagesablauf wichtig. Das könnte damit zusammenhängen, dass die allermeisten schon von Klein auf in Kita und Kindergärten waren und in der Regel Ganztagsschulen besucht haben. Auch akzeptierten die Jungen wieder stärker Autoritäten, vermeiden direkte Konflikte, sprechen Probleme lieber direkt an, diskutieren weniger und suchen nicht so stark die Konfrontation.

Das heißt aber nicht, dass die Jungen unkritisch sind. Widerstand gibt es, wenn die Generation Z Ungerechtigkeiten ausmacht – dann sind die Jugendlichen und jungen Erwachsenen auch schnell dabei, sich zu organisieren. Ein Beispiel dafür sind sicher auch die Klimaproteste, die in jüngster Zeit von Schülerinnen und Schüler organisiert werden. Überhaupt spielt das Thema Umwelt- und Klimaschutz für die Generation Z wieder eine stärkere Rolle.

Und so sind die Jungen getrieben von einem Streben nach Eigenständigkeit bei gleichzeitiger Suche nach Harmonie und Geborgenheit. Und sie treten auf einen Arbeitsmarkt ein, in dem der Fachkräftemangel allmählich flächendeckend wird. Was das an Herausforderungen für Recruiting und Personalmarketing bedeutet, wird sich in den nächsten Jahren zeigen.

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