Instagram zementiert traditionelle Rollenklischees

Anscheinend hängen Einstellungen zu Geschlechterrollen und Social-Media-Nutzung stark zusammen.

Unsplash / Kate Torline

Anscheinend hängen Einstellungen zu Geschlechterrollen und Social-Media-Nutzung stark zusammen.

Frauen müssen schön sein, Männer reich und mutig – anscheinend tragen soziale Medien nicht dazu bei, dass Männer und Frauen gleichberechtigter werden. Sondern das Gegenteil ist der Fall.

Das stellt eine Untersuchung der Kinderhilfsorganisation Plan International fest, über die Wirtschaftspsychologie aktuell berichtet. Demnach verhalten sich Jungen und  Mädchen sowie junge Männer und Frauen traditioneller, wenn sie soziale Medien intensiv nutzen. Plan International hatte mehr als 1.000 junge Menschen zwischen 14 und 32 Jahren befragen lassen, um herauszufinden, welche Auswirkungen soziale Netzwerke auf die Rollenbilder und die Gleichberechtigung haben.

Haushalt als Frauensache?

Sie stellten fest: Ein Drittel der Befragten, die täglich vor allem Instagram, YouTube oder/ und Facebook nutzten, fanden die geringere Bezahlung von Frauen okay – selbst wenn diese die gleiche Arbeit wie Männer machten. Zudem stimmte die Mehrheit der Männer (57 Prozent) und mehr als ein Drittel der Frauen (35 Prozent) der Aussage zu, dass Frauen für den Haushalt zuständig seien.

Besonders hoch waren die Zustimmungswerte bei der Frage der Optik. Demnach waren die meisten Social-Media-Nutzenden der Meinung, dass Frauen schön und schlank sein sollten, Männer hingegen Muskeln haben sollten.

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