Homeoffice ist in Stellenanzeigen kein Thema

Nur eine Minderheit der Arbeitgeber wirbt in Stellenanzeigen mit Homeoffice.

Unsplash / Stefan Grage

Nur eine Minderheit der Arbeitgeber wirbt in Stellenanzeigen mit Homeoffice.

Selbstbestimmter und flexibel arbeiten – das wollen immer mehr Menschen. Aber nur wenigsten Arbeitgeber versprechen Flex Work, zeigt eine neue Studie.

In Zeiten, in denen Arbeit zunehmend ins Privatleben ausufert, steigt auch die Nachfrage nach Arbeitsformen, die besser zum Privatleben passen. Homeoffice etwa, um lästige Pendelzeiten abzubauen oder konzentriertes Arbeiten zu ermöglichen, wenn es im Großraumbüro zu hektisch dafür ist.

Unlängst zeigten verschiedene Studien, dass die Nachfrage danach steigt – aber das Angebot nicht unbedingt. Für viele Arbeitgeber ist flexibles Arbeiten und insbesondere Homeoffice etwas, das vor allem der Firma und der Gewinnabzielungsabsicht dienen soll und eben nicht so sehr dem Privatleben der Beschäftigten. Wie wenig Homeoffice verbreitet ist, zeigt auch eine Studie des Stellenportals StepStone, über die Wirtschaftspsychologie aktuell berichtet.

Erheblicher Unterschied nach Branchen

Demnach werben die Unternehmen inzwischen zwar doppelt so häufig mit einer Homeoffice-Möglichkeit als noch vor vier Jahren, tatsächlich bleibt das Arbeiten von zu Hause aber eine Ausnahme. Denn: Vor vier Jahren gaben nur homöopathische zwei Prozent der Arbeitgeber in den Anzeigen an, dass diese Option bei ihnen existiert. Vier Jahre später sind es nur vier Prozent. Wenn man unterstellt, dass Homeoffice als Werbefaktor für Fachkräfte wichtig ist, sollte man doch meinen, dass Unternehmen auf diese Möglichkeit hinweisen, oder?

StepStone hatte untersucht, wie oft Unternehmen in auf dem Portal geschalteten Anzeigen mit dieser Option warben – viel zu wenige, so die überraschene Erkenntnis.

Beschränkt bleibt das flexible Arbeiten auch auf nur wenige Bereiche: zum Beispiel im Vertrieb, in der IT oder in der Beraterbranche und PR. Personalmanagement dagegen scheint ebenso wie die Immobilienbranche noch stark auf Präsenzarbeit zu achten. Besonders schwierig ist Homeoffice naturgemäß in Produktion, dem Gesundheitswesen und in der Pflege ebenso wie in der Gatronomie und Hotellerie. Hier machen Arbeitgeber bei unter einem Prozent der Stellenanzeigen auf diese Option aufmerksam – in der Regel natürlich für Bürojobs.

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