Gute Laune an jedem Arbeitstag

Tragen Chefs eine gute Stimmung ins Team, hebt das in der Regel die Laune in der Belegschaft.

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Führungskräfte haben es nicht leicht. Sie müssen sowohl den Anforderungen ihrer Mitarbeiter als auch denen des Unternehmens gerecht werden. Kein Wunder, wenn dabei hin und wieder ihre gute Laune leidet. Wie die zu retten ist, weiß Dörthe Huth.

Ein Gastbeitrag von Dörthe Huth

Wer in der betrieblichen Hierarchie eine hohe Position einnimmt, trägt Verantwortung – auch für die Arbeitsstimmung. Dabei sitzen Vorgesetzte häufig zwischen den Stühlen. Auf der einen Seite sind sie für den Profit des Unternehmens verantwortlich und müssen den damit verbundenen Anforderungen gerecht werden. Auf der anderen Seite sollen sie für ein Wohlbefinden im Betrieb sorgen. Mitarbeiter sind dabei oft sehr empfänglich für die Stimmungen ihrer Vorgesetzten – und auch abhängig von deren Befindlichkeiten. Sie spüren intuitiv, wenn sich die Stimmung verschlechtert.

Tragen Chefs eine gute Stimmung ins Team, hebt das in der Regel die Laune in der Belegschaft – so die Theorie. In der Praxis schleichen viele Mitarbeiter möglichst lautlos über die Flure, damit sie tunlichst nicht ihrem schlechtgelaunten Chef oder ihrer übellaunigen Chefin über den Weg laufen müssen. Führungskräfte, die ihre eigene Stimmung nicht im Griff haben und ihrer schlechten Laune freien Lauf laufen, sind aber nicht nur für die Unzufriedenheit im Team verantwortlich, sondern auch für die daraus entstehenden Konflikte. Denn schlechte Stimmung führt bei Mitarbeitern meist zu einem Motivationsverlust, ihre Produktivität sinkt, Abwanderungsgedanken werden laut.

Die Führungskraft als Vorbild

Menschlich ist, wenn private Probleme einen belasten und man entsprechend unbeherrscht, empfindlich, abwertend oder verständnislos reagiert. Dennoch dürfen Führungskräfte ihrer schlechten Stimmung am Arbeitsplatz nicht freien Lauf lassen. Sie haben eine Vorbildfunktion und für ihre Mitarbeiter eine besondere Verantwortung. Sie sollten sich dementsprechend im Griff haben.

Wer mit schlecht gelaunten Führungskräften zu tun hat, ist bisweilen sehr kreativ: man geht ihr aus dem Weg, um nicht in die Schusslinie zu geraten. Taucht in die Arbeit ab, um möglichst wenig mit ihr kommunizieren zu müssen. Versucht, ihn durch eine besondere Freundlichkeit milde zu stimmen. Oder leistet passiven Widerstand, indem der Führungskraft beispielsweise wichtige Informationen vorenthalten und Termine nicht einhalten werden.

Nimmt eine Führungskraft diese Signale wahr, kann sie sich anhand folgender Fragen der Problematik nähern:

  • Verbreite ich bei meinen Mitarbeitern Ruhe, Halt und Sicherheit?
  • Sind meine Mitarbeiter darauf angewiesen, sich auf meine wechselnden Launen einzustellen?
  • Bin ich in der Lage, aufkommende Konflikte wahrzunehmen, anzusprechen und zu bereinigen?
  • Vertrauen mir meine Mitarbeiter und sprechen mich bei Schwierigkeiten an?

Wünsche der Mitarbeiter berücksichtigen

Laut dem Markt- und Meinungsforschungsinstituts Gallup hängt die Motivation eines Mitarbeiters zu 70 Prozent von ihrer Führungskraft ab. Und weil zufriedene Mitarbeiter leistungsfähiger sind, sollten sich Führungskräfte immer wieder selbst hinterfragen und genau hinhören, was ihre Mitarbeiter brauchen, um ihre Arbeit gut erledigen und sich im Betrieb wohlfühlen zu können. Diese Vorschläge und Wünsche sollten sie ernst nehmen und möglichst umzusetzen. Für Mitarbeiter ist das nämlich eine bedeutende Form der Anerkennung. Letztendlich profitieren Führungskräfte davon, wenn es ihrem Team gut geht. Denn ebenso wie schlechte Laune ist auch gute Laune ansteckend.

 

In ihren Büchern und Seminaren geht es Dörthe Huth um innere Ruhe und äußere Gelassenheit. Sie vermittelt ganzheitliche Lebenskunst auf leicht verständliche Weise und lädt zum Loslassen, Querdenken und Neudefinieren ein. In ihrem aktuellen Buch „Gute Laune an jedem Arbeitstag“  zeigt sie, wie jeder seine gute Laune im Arbeitsalltag erhalten bzw. zurückgewinnen kann.

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