Führungskräfte tun zu wenig für die Unternehmenskultur

Obwohl die Unternehmenskultur als eine der wichtigsten Prioritäten von Führungskräften genannt wird, finden zu wenig Chefinnen und Chefs die Zeit, sich darum zu kümmern.

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Obwohl die Unternehmenskultur als eine der wichtigsten Prioritäten von Führungskräften genannt wird, finden zu wenig Chefinnen und Chefs die Zeit, sich darum zu kümmern.

Nur jede fünfte Führungskraft kümmern sich um eine positive Unternehmenskultur, stellt eine neue Studie fest. Warum unterschätzen Managerinnen und Manager das Betriebsklima?

Mit dieser Frage setzt sich die geschätzte Kollegin Claudia Tödtmann in ihrem Management-Blog bei der Wirtschaftswoche und stellt eine interessante neue Studie vor. Die Ergebnisse einer Umfrage zum Tema „Führungsrolle von Vorständen und Aufsichtsräten bei der Unternehmenskultur in Europa “ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Mazars mit Board Agenda und Insead zeigen nämlich: Nur 20 Prozent aller Vorstände und Aufsichtsräte investieren genügend Zeit in ihre Unternehmenskultur.

Und das, obwohl die allermeisten Managerinnen und Manager das Betriebsklima und die Unternehmenskultur als eine der drei wichtigsten Prioritäten ihrer Führungsaufgabe nennen und sich auch in der Verantwortung für eine gute Kultur sehen. Dennoch finden nur die wenigsten in der Praxis dann auch die Zeit, sich darum zu kümmern. Und noch weniger Entscheiderinnen und Entscheider lassen sich ein Feedback zur Kultur geben und verzichten gänzlich auf eine Evaluierung.

Glaubwürdigkeit geht verloren

Was viele Chefinnen und Chefs dabei vergessen: Wer sich nicht tagtäglich darum kümmert, verspielt nicht nur Glaubwürdigkeit sondern auch die Chance ein Umfeld zu schaffen, in dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereit sind, loyal zu sein und freiwillig Leistungen zu bringen. Mehr noch: Ohne Rückkopplung und ohne positives Investment in die Unternehmenskultur werden häufig auch die Produkte schlechter. Am Ende merkt es dann der Kunde bzw. die Kundin – und die Führungskraft ist im schlimmsten Fall längste Zeit Fürungskraft gewesen.

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