Frust über fehlende Unterstützung bei Digitalisierung führt zu innerer Kündigung

Fast sechs Millionen Beschäftigte in Deutschland sind im Job sehr frustriert.

Unsplash / Johnson Wang

Fast sechs Millionen Beschäftigte in Deutschland sind im Job sehr frustriert.

Millionen von Beschäftigten sind so frustriert bei ihrer Arbeit, dass sie innerlich bereits gekündigt haben. Schuld daran ist fehlende Unterstützung bei der Digitalisierung, stellt der neue Gallup-Index fest.

Geschäftsfelder verändern sich oder brechen weg, anderes Knowhow wird erwartet, aber es gibt keine Weiterbildungen: Die neue Gallup-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass mehr als ein Drittel aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer das Gefühl haben, sie werden beim Digitalen Wandel von ihren Arbeitgebern im Stich gelassen. Nur 21 Prozent der Befragten hatte in der jährlich stattfindenden Untersuchung, bei der die Zufriedenheit im Job erforscht wird, den Eindruck, dass sie volle Unterstützung finden. Nur 15 Prozent der Beschäftigten fühlen sich mit ihrer Firma loyal verbunden – 16 Prozent allerdings ist nur noch physisch anwesend und hat innerlich gekündigt. Das sind gut sechs Millionen Beschäftigte. Allerdings sind nur gut 600.000 von ihnen aktiv auf Jobsuche. Die meisten anderen harren in ihrem Job aus. Oft auch aus der Befürchtung heraus, dass es anderswo auch nicht besser ist.

Motivation wäre einfach

Die große Mehrheit – 69 Prozent der Mitarbeitenden – machen nur noch Dienst nach Vorschrift. (Das sind fast 26 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer). Auf diese Weise geht der Wirtschaft einiges verloren – denn durch den Frust entsteht ein theoretischer Schaden von bis zu 122 Milliarden Euro.

Dabei wäre es einfach, die Leute zu motivieren. Die Gallup-Studie stellt auch fest, dass allein schon eine motivierende und wertschätzende Ansprache durch die Führungskräfte dazu führen könnte, ein enormes Potential zu heben. Schließlich kommt es zur innerlichen Kündigung nicht von ungefähr. Oft sind die Betroffenen einfach frustriert, weil sie enttäuscht sind – meist handelt es sich bei diesen Menschen um einstige Leistungsträger, die zu wenig wertgeschätzt worden sind und sich dann zurückziehen.

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