Frauenquote über den Wolken

Das Cockpit bleibt eine Männerdomäne.

Unsplash / Blake Guidry

Das Cockpit bleibt eine Männerdomäne.

Die Luftfahrtbranche in Deutschland wächst, zugleich mangelt es an Pilotinnen und Piloten. Und vor allem an Pilotinnen – denn Frauen sind in der Männerbranche weiter rar, stellt eine neue Studie fest.

Einer Studie der Reiseplattform fromAtoB zufolge arbeiten bei den beiden Airlines Flybe (Großbritannien9 und Luxair (Luxemburg) die meisten Pilotinnen: sie kommen auf zehn Prozent Frauenanteil hinter den Steuerknüppeln, danach folgt Air France mit acht Prozent Frauenanteil. Weltweit liegt der Frauenanteil nur bei fünf Prozent, hat die ISWAP (International Society of Women Airline Pilots) ermittelt. Auf Platz vier kommt United Airlines mit 7,5 Prozent Frauenanteil, Platz fünf geht an die Lufthansa und Condor, wo sechs Prozent der Piloten weiblich sind.

Am schlechtesten schneidet die russische Airline Aeroflot ab. Nur 58 Frauen finden sich unter den 4.200 Flugkapitänen – das sind gerade einmal 1,4 Prozent.

Für die Studie wurde die Frauenquote unter Piloten der 30 größten Airlines miteinander verglichen. Von den 30 untersuchten Airlines in Deutschland konnte bei 20 die Frauenquoten der Cockpit-Belegschaft ermittelt werden. 15 dieser 20 Unternehmen bestätigten oder korrigierten die recherchierten Werte. 15 Unternehmen gaben keine Antwort. Die Pilotinnen-Anteile von easyJet, Emirates, Flybe, SAS Scandinavian Airlines, Aeroflot Russia waren nur durch den ALPA-Bericht ersichtlich und wurden nicht vom Unternehmen kommentiert. Eine große britische Fluggesellschaft korrigierte zwar den recherchierten Wert, bat fromAtoB jedoch, diesen für die Analyse unberücksichtigt zu lassen.

Passend zum Thema