Frauen bleiben in Führungspositionen unterrepräsentiert

Frauen haben es immer noch schwer, gleichberechtigt in Führungsjobs zu kommen.

Unsplash / Mike Wilson

Frauen haben es immer noch schwer, gleichberechtigt in Führungsjobs zu kommen.

Es tut sich einfach (fast) nichts: Frauen bleiben in Top-Jobs auch weiterhin weit zurück. Das zeigt eine neue Studie.

Wie aus einer weltweiten Umfrage des Global Network for Advanced Management hervorgeht, stagniert der Anteil von Frauen in Führungspositionen rund um den Globus auch weiterhin. Der Hauptgrund ist nach wie vor: die mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf – und die generelle Unflexibilität in der Arbeitswelt, die noch immer davon ausgeht, dass eine Führungskraft rund um die Uhr verfügbar sein muss.

Zwar gehen aus der Studie, so berichtet Wirtschaftspsychologie aktuell, eindeutige Trends hervor, die durchaus einen Wandel ankündigen – durchsetzen konnten sich diese aber noch nicht stark. Dass Produktivität etwa wichtiger ist als die Verfügbarkeit im Job, ist ein Gedanke, der sich immer stärker in der Wirtschaft durchsetzt – dennoch wird überall auf der Welt von Führungskräften ständige Erreichbarkeit und Anwesenheit gefordert. Auch gelten weiterhin jene als besonders für Führungspositionen geeignet, die durchsetzungsstark sind – Frauen wird aber überall auf der Welt dominantes Verhalten eher negativ ausgelegt. Daher haben sie, auch wenn sie bestimmt auftreten, per se die schlechteren Chancen.

Kinder als Karrierehemmnis

Und immer noch wird von Frauen erwartet, dass sie sich maßgeblich um die Kinderbetreuung und den Haushalt kümmern. Auch Frauen, die schon weit auf der Karriereleiter vorangekommen sind, wird oft unterstellt, einem weiteren Aufstieg nicht gewachsen zu sein, wenn sie Mütter sind. Und jene, die keine Kinder haben aber durchaus noch im gebärfähigen Alter sind, wird unterstellt, möglicherweise wegen Kindern demnächst auszufallen.

Für die Erhebung, die sich mit den Herausforderungen für Frauen in internationalen Unternehmen beschäftigt, wurden mehr als 5.000 Studierende und Alumni von 28 führenden Business Schools befragt. Die Befragung erfolgte zum zweiten Mal.

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