ElterngeldPlus: Jede(r) Dritte nutzt es

Die Deutschen gründen später Familie – und nutzen mittlerweile auch das ElterngeldPlus.

Unsplash / Igor Ovsyannykov

Die Deutschen gründen später Familie – und nutzen mittlerweile auch das ElterngeldPlus.

Nach einem holprigen Start ist die Zahl der Mütter und Väter, die das ElterngeldPlus nutzen, mittlweile stark gestiegen. Mittlerweile nimmt fast jeder dritte Elterngeldbezieher einige Monate ElterngeldPlus.

Um genauer zu sein: 28 Prozent der Elterngeldbezieher sind es. Dennoch hat hat sich damit die Zahl der Bezieherinnen und Bezieher seit der Einführung vor knapp zweieinhalb Jahren verdoppelt. Elterngeld Plus bekommt man, wenn man im Rahmen der Elternzeit einer Teilzeitbeschäftigung im Rahmen von 25 bis 30 Wochenstunden nachgeht – dafür gibt es das Elterngeld in halber Höhe (150 bis 900 Euro) für die doppelte Zeit (bis zu 28 Monate).

Wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland berichtet, wird vor allem in Thüringen besonders oft ElterngeldPlus beantragt – hier haben es 38,5 Prozent der Mütter und Väter in Anspruch genommen, die einen Antrag auf Elterngeld gestellt hatten.

Besonders oft nutzen allerdings Männer das ElterngeldPlus. Für sie lohnt es sich, denn sie können somit Elternzeit und Arbeitszeitreduzierung vereinbaren.

Frauen bei Familiengründung immer älter

Unterdessen zeigte eine Auswertung vom Statistischen Bundesamt, dass die Deutschen immer später Familie gründen. Vor allem Frauen schieben die Familiengründung auf ein späteres Alter hinaus, wenn sie im Beruf gesettelt sind. So zeigen die Daten mit Blick auf die Geburtsjahrgänge 1970 bis 1974, dass etwa 75 Prozent der 40-jährigen Frauen mit mindestens einem gemeinsamen Kind in einer Familie leben. Dies entspricht fast der Situation vor 15 Jahren, der damals 40-Jährigen der Jahrgänge 1955 bis 1959. Das Bild von der kinderlosen Karrierefrau gerät damit also ins Wanken.

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