Eine schlechte Nachricht: Mehr Frauen in Chefpositionen

Der Frauenanteil in Führungspositionen ist gestiegen – auf kleinem Niveau.

Unsplash / Bethany Stephens

Der Frauenanteil in Führungspositionen ist gestiegen – auf kleinem Niveau.

Dem Führungskräftemonitor 2017 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge ist der Frauenanteil in Führungspositionen deutscher Unternehmen in den vergangenen 20 Jahren durchschnittlich um zehn Prozent gestiegen. Doch das ist keine Erfolgsnachricht.

Zum einen beträgt der Anteil von Frauen in Führungspositionen gerade einmal 30 Prozent – und schaut man sich an, wo die Frauen Chefinnen sind, zeigt sich ein ernüchterndes Bild: Frauen steigen vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen und vor allem in Ostdeutschland und strukturschwachen Regionen in verantwortungsvolle Positionen auf. Im Osten etwa lag der Frauenzuwachs beim Leitungspersonal zwischen 1995 und 2015 bei 19 Prozent, in Westdetuschland sind es dagegen im gleichen Zeitraum nur acht Prozent gewesen. Und die großen Industrieunternehmen bleiben weitgehend frauenfrei an der Spitze.

Auffällig auch: Im europäischen Vergleich liegt Deutschland ziemlich weit zurück. Im EU-Vergleich belegt Deutschland bei weiblichen Führungskräften mit Italien und dem Eiland Zypern die letzten drei Plätze.

Ein Kommentar

  1. Es gibt – wenige – männliche Autoren, die die Frauenquote gut finden. Peter Jedlicka hat etwa in “Gender Balance” internationale Statistiken einerseits zur Gleichberechtigung andererseits zu Wohlstand und Friedlichkeit verglichen und Zusammenhänge festgestellt (die Länder mit der höchsten Gleichberechtigung sind auch die wohlhabendsten und friedlichsten).

    Das find ich doch ermutigend, dass ein Mann so etwas schreibt …

    Johanna

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