Doppelt so viele Fehltage wegen psychischen Problemen

Ältere Männer fehlen im Job wegen psychischen Belastungen häufiger als Frauen.

Unsplash / Lily Banse

Ältere Männer fehlen im Job wegen psychischen Belastungen häufiger als Frauen.

Immer mehr Menschen fallen im Job aus, weil sie nicht mehr können – vor allem wegen der Psyche. Die Zahl der Krankentage wegen psychischer Probleme hat sich in Deutschland innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt.

Das geht laut den Zeitungen der Funke Mediengruppe aus einer Antwort des Arbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor. Demnach stieg die Zahl von 48 Millionen im Jahr 2007 auf 107 Millionen im Jahr 2017. Der wirtschaftliche Schaden habe sich im selben Zeitraum von 12,4 Milliarden auf 33,9 Milliarden Euro nahezu verdreifacht, heißt es in der Antwort.

Männer fallen häufiger aus

Dabei zeigen sich einige Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Männer ließen sich dem Bericht zufolge häufiger wegen psychischer Probleme krankschreiben als Frauen. Ältere fallen häufiger aus als Jüngere. Am häufigsten fehlen allerdings ältere Männer wegen psychischen Problemen: Männliche Arbeitnehmer zwischen 60 und 65 Jahren führen demnach die Statistik an, am seltensten fehlen junge Frauen zwischen 15 und 20 Jahren.

Laut Arbeitsministerium stieg auch die Zahl der Menschen, die wegen psychischer Belastungen in die Erwerbsminderung geriet. Im Jahr 2017 seien etwa 41.200 Frauen und 30.100 Männer vorzeitig wegen psychischer Diagnosen in Rente gegangen, im Jahr zuvor waren es 53.900 gewesen. Die Zahlen basieren auf Sozialversicherungsdaten und Berechnungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

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