Die Frauenquote wirkt – ein bisschen

Die Frauenquote wirkt: Bei einer Veranstaltung der Initiative Frauen in die Aufsichtsräte (FidAr) gab es eine Luftballon-Aktion.

FidAr

Die Frauenquote wirkt: Bei einer Veranstaltung der Initiative Frauen in die Aufsichtsräte (FidAr) gab es eine Luftballon-Aktion.

Die Frauenquote wirkt. Das zeigen die neusten Zahlen über den Frauenanteil in Aufsichtsräten der börsennotierten Unternehmen. Das Familienministerium hat dazu eine spannende interaktive Grafik veröffentlicht.

Im Januar ist die Frauenquote in Kraft getreten. Seither müssen gut 160 börsennotierte Unternehmen bei Neubesetzungen im Aufsichtsrat einen Frauenanteil von 30 Prozent erreichen. Gibt es keine Frau – bleibt der Stuhl eben leer. Wird das nicht erreicht, bleiben die Stühle unbesetzt. Schon im Vorfeld hatte die Quote eine erste Wirkung entfaltet – wollten sich doch viele Unternehmen doch noch mit einer freiwilligen Erhöhung des Frauenanteils in den Aufsichtsräten frauenfreundlich geben.  Jetzt haben Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) und Justizminister Heiko Maas (SPD) eine erste positive Bilanz gezogen und dazu auch eine interaktive Grafik auf der Website des Bundesfamilienministeriums veröffentlicht. Diese zeigt je nach Branche und Unternehmensgröße: Der Frauenanteil den Kontrollgremien der Wirtschaft steigt. Derzeit liegt der aktuelle Wert bei 25,83 Prozent – so hoch wie noch nie. Und auch in den Vorständen steigt der Frauenanteil: Mittlerweile sind immerhin 6,5 Prozent der Chefposten bei den 160 größten börsennotierten Unternehmen mit einer Frau besetzt, wie die neuste Auswertung von Frauen in die Aufsichtsräte (FidAr) zeigt.

Freilich, die Zahl ist verschwindend gering und von einer paritätischen Beteiligung kann keine Rede sein. FidAR-Präsidentin Monika Schulz-Strelow mahnte dazu: “In Vorständen und im Management besteht noch großer Handlungsbedarf. Die Konzerne stehen in der Verantwortung, gleichberechtigte Teilhabe auf allen Ebenen umzusetzen.”

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