Die Coronakrise raubt manchen den Schlaf

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Die meisten Menschen schlafen in der Pandemie genauso gut oder sogar besser als vor der Krise, stellt eine neue Studie fest. Aber: Menscheh, die besonders viel Stress haben, leiden unter deutlichen Schlafproblemen durch Corona.

Das stellt die Techniker Krankenkasse (TK) fest, die durch das Meinungsforschungsinstitut Forsa rund 1.000 Menschen in Deutschland befragen ließen. Demnach haben 90 Prozent der Versicherten keine Verschlechterung ihrer Schlafqualität. Allerdings hat jede Zehnte in Deutschland Schlafprobleme. Besonders betroffen sind Personen, die in der Krise auch über mehr Stress klagen. In dieser Gruppe sind ein Viertel der Betroffenen betroffen und leiden unter Schlafdefiziten oder einer verminderten Schlafqualität.

Schlafen sei ein wichtiger Baustein psychischer und physischer Gesundheit, betonten die Expertinnen und Experten der Untersuchung. Ein dauerhaft schlechter Schlaf störe die Regeneration von Geist und Körper und könne langfristig zu Krankheiten wie Depressionen, Angststörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Diabetes und Adipositas führen.

Gestresste Menschen sind häufiger anfällig für Schlafprobleme

Die Angaben der Befragten hatte die Krankenkasse mit Studien verglichen, die vor der Krise durchgeführt worden waren. Hier zeigte sich im Vergleich eine Verschlechterung für insbesondere die Menschen, die unter Belastungen stehen. Insgesamt waren und sind die Menschen in der Bundesrepublik aber mit ihrem Schlaf zufrieden. Fast zwei Drittel der Menschen gibt demnach an, gut oder sogar sehr gut schlafen zu können. Allerdings wacht gut ein Viertel in der Regel auf, bevor der Wecker klingelt und 17 Prozent sagen, sie könnten höchstens fünf Stunden an Arbeitstagen schlafen. Medizinerinnen und Mediziner empfehlen jedoch mindestens sechs Stunden.

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