„Der mutige Weg ist oft nicht der bequeme“

"Es gibt Herausforderungen. Es gibt Lösungen. Und hin und wieder muss man auf etwas verzichten, um sein Ziel erreichen zu können", so Aimie-Sarah Carstensen.

Aimie-Sarah Carstensen

"Es gibt Herausforderungen. Es gibt Lösungen. Und hin und wieder muss man auf etwas verzichten, um sein Ziel erreichen zu können", so Aimie-Sarah Carstensen.

Obwohl der Aufbau der Berufsorientierungsplattform “blicksta” ein Fulltime-Job ist, startet Aimie-Sarah Carstensen einen Tag nach dem Gewinn des “Panda Women Career Contest” FIELFALT. Ihre Motivation? Eine Plattform zu schaffen, die Frauen bestärkt, etwas zu wagen.

Aimie-Sarah Carstensen bezeichnet sich selbst als Vollzeitoptimistin und Entdeckerin. Aufgewachsen auf der Schwäbischen Alb zog es die Leiterin der Berufsorientierungsplattform blicksta zum Studium ins Ausland. Neben dem Aufbau der Online-Plattform blicksta widmet sich Carstensen ihrem privaten Projekt FIELFALT, dass sie zur größten Community weltweit entwickeln möchte.

 
die Chefin: Warum machen Sie, was Sie machen?

Aimie-Sarah Carstensen: Mit einem wirtschaftlichen Geschäftsmodell etwas gesellschaftlich Gutes zu bewegen, treibt mich in meinem Job tagtäglich an. Insbesondere wenn Kunden – in unserem Fall sowohl die Schüler als auch unsere Partner – am Ende glücklich sind.

Ich bin für die Berufsorientierungsplattform blicktsta innerhalb der Bertelsmann SE verantwortlich und leite ein Team von 20 tollen Mitarbeitern. Mit blicksta helfen wir auf der einen Seite Schülern auf ihrem beruflichen Findungsweg, auf der anderen Seite Unternehmen und Hochschulen dabei, den richtigen Nachwuchs zu finden.

Nach dem Gewinn des Panda Women Career Contest im letzten Jahr habe ich direkt am darauffolgenden Tag FIELFALT als meinen persönlichen Blog gestartet. Innerhalb eines Jahres hat sich mein Blog zu einer ganzheitlichen Plattform entwickelt, die Frauen darin bestärkt, etwas zu wagen. Mit meinem Online-Blogazine möchte ich inspirieren. Unterstützung erhalte ich dabei von 15 ehrenamtlichen Bloggerinnen, die ihre Erfahrungen bei unseren Events und innerhalb der Community teilen.


In der Serie 6 aus 49 beantworten 49 weibliche Führungskräfte sechs Fragen zu ihrem persönlichen Karriereweg.


die Chefin: Wurden Sie auf Ihrem Weg unterstützt?

Carstensen: Absolut – und das auf unterschiedlichste Art und Weise. Durch meine Familie, meinen Partner, mein Team und auch meine Vorgesetzten. Man sollte sich nicht zu schade sein, hin und wieder aktiv nach Unterstützung zu fragen. Oder diese auch anzunehmen, wenn sie einem angeboten wird. Und auch die Unterstützung durch ein Netzwerk ist von großem Vorteil. Weil ich dieses lange nicht hatte, habe ich es mir mit FIELFALT geschaffen.

die Chefin: Gab es auf diesem Weg Hürden?

Carstensen: Hürden gibt es immer. Es kommt für mich allerdings darauf an, ob man die auch als solche interpretiert. Es hätte für mich eine Hürde darstellen können, dass ich mir meine Studienzeit selbst finanzieren musste. Es war nicht immer leicht, neben dem Studium auch viele Stunden arbeiten zu müssen. Ich sah es allerdings nie als eine Hürde an. denn diese Zeit hat mich sehr viel Positives gelehrt.

Es gibt Herausforderungen. Es gibt Lösungen. Und hin und wieder muss man auf etwas verzichten, um sein Ziel erreichen zu können. Meines Erachtens sollte man jedoch stets versuchen, hier positiv und lösungsorientiert heranzugehen. Getreu dem Motto „Honor the past, build the future“.

die Chefin: Auf welche Ihrer Eigenschaften sind Sie stolz und warum?

Carstensen: Auf meine Leidenschaft, denn ich tue das, was ich tue, (meist) mit viel Hingabe. Und auf meine Fähigkeit, mich fokussieren zu können. Ohne die nämlich wären meine vielen Projekten gleichzeitig nicht möglich. Vor allem im letzten Jahr habe ich gelernt, die Dinge zu tun, die wirklich wichtig sind. Und die zu lassen, die viel Zeit kosten und mich vor allem meinem Ziel nicht näher bringen. Außerdem bin ich stolz darauf, das Leben inzwischen mit mehr Leichtigkeit zu nehmen.

die Chefin: Was war der beste Rat, den Sie je bekommen haben?

Carstensen: Die meisten guten Ratschläge bekomme ich von meiner Mutter, die selbst eine absolute Macherin ist und ihre Träume auch in die Tat umsetzt. Und fällt sie dabei auch mal auf die Nase fällt, steht sie immer wieder auf und legt von Neuem los. Sie ist es, die mir immer wieder zeigt, dass man sehr viel in die Tat umsetzen kann – wenn man an sich glaubt und hart dafür arbeitet.

die Chefin: Was raten Sie dem Nachwuchs?

Carstensen: Mutig sein, seinem Herzen folgen und das tun, was man wirklich machen will. Auch wenn das zunächst bedeutet, sich erst einmal mit sich selbst auseinanderzusetzen. Denn der mutige Weg ist oft nicht der bequeme. Es lohnt sich aber häufig umso mehr.

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