Der Machtquotient in den Medien

Wie hat sich der Frauenanteil in den Medien verändert? Die Initiative ProQuote führt akribisch Buch darüber. Jüngst stellten die Kolleginnen in Berlin dazu ein launiges Tool in Berlin vor: Eine animierte Grafik auf der Site der Initiative zeigt ein Kamelrennen der deutschen (Print-)Leitmedien um den höheren Frauenanteil in Führungspositionen.

Dabei können die Userinnen und Userdie Kamele selbst starten können zu fünf Zeitpunkten zwischen Februar 2012 und November 2013.

An der Spitze liegt momentan das Mutterhaus unseres Arbeit- und Auftraggebers, DIE ZEIT, mit 37 Prozent Frauenmachtanteil. Die WELT fiel nach einem dramatischen Kampf mit 11,5 Prozent auf den letzten Platz, dabei war das Blatt mit 13,6 Prozent im Mittelfeld gestartet; die SÜDDEUTSCHE hingegen kam mit 4,3 Prozent lange gar nicht aus den Hufen.

Die dem Rennen zugrunde gelegten Zahlen entsprechen allerdings nicht einfach dem Pro-Kopf-Anteil von Frauen auf redaktionellen Führungsposten. Sie wurden zuvor gewichtet, um so den Machtquotienten genauer bestimmen zu können. Auch hierzu haben die ProQuoten-AktivistInnen sich eine spielerische Darstellungsform erlaubt. Der kurze YouTube-Filme “Kleine Kais” zeigt, wie ProQuote den Einfluss von Frauen berechnet. Die Posten werden je nach Hierarchieebene gewichtet. Der Chefredakteur hat entsprechend mehr Macht als die stellvertretende Chefredakteurin.

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ProQuote fordert seit Feburar 2012 einen Frauenanteil in journalistischen Führungspositionen von 30 Prozent.

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