Chefinnen steigern die Karrierechancen von Frauen

Frauen fördern Frauen.

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Frauen fördern Frauen.

Eine spannende Studie landete in dieser Woch auf meinem Tisch: Das Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit zeigt auf, dass tatsächlich ein Zusammenhang zwischen dem Anteil von Frauen in Führungspositionen und den Karrierechancen aller Mitarbeiterinnen im Unternehmen besteht.

Die Forschrinnen Astrid Kunze und Amaila Miller stellen im aktuellen Dikussionspapier fest, dass die Beförderungschancen von allen Frauen im Betrieb größer werden, je höher der Anteil der weiblichen Führungskräfte ist. Das Besondere an der Untersuchung: Das gilt nicht nur für die eher “weiblichen” Bereiche, sondern für alle.

Als Erklärung wird der sogennante „Spillover-Effekte“ herangeführt: Chefinnen steigern die Aufstiegschancen anderer Frauen, weil sie diese zum einen selbst befördern. Aber auch weil sie Vorbilder sind – für die anderen Mitarbeiterinnen, aber auch für die Mitarbeiter und männlichen Führungskräfte. Frei nach dem Motto: Mit der machen wir gute Erfahrungen, warum soll das nicht auch mit anderen Frauen möglich sein?

Es gibt aber auch Nachteile

Genau dieser Effekt wird durch die Einführung einer Quote erhofft. Die Quote könnte auf diese Weise helfen, die gläserne Decke zu durchstoßen.

Die Forscherinnen stellen allerdings einen Nachteil fest: Sobald der Frauenanteil in den Leitungspositionen erhöht, sinken die weiteren Beförderungschancen für alle Frauen auf dieser Hierarchiestufe, heißt es in der Studie. Denn dann wird die Dringlichkeit, die Frauen gezielt für Entscheidungspositionen zu entwickeln, als nicht mehr so wichtig angesehen.

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