Chefinnen öfter von Entlassungen betroffen

Frauen sind häufiger in Führungspositionen von Kündigungen betroffen.

ArTo / Fotolia.com

Frauen sind häufiger in Führungspositionen von Kündigungen betroffen.

Bei Massenentlassungen trifft es in den USA häufiger die weiblichen Führungskräfte als die männlichen. Das berichtet der KarriereSPIEGEL und verweist auf eine Studie der israelische Soziologieprofessorin Alexandra Kalev.

Sie hatte analysiert, wie sich die Geschlechterverteilung in mehr als 800 amerikanischen Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern in den vergangenen 20 Jahren entwickelt hat. Bei gut 300 Firmen hatten in diesem Zeitraum Massenentlassungen stattgefunden und dabei waren überdurchschnittlich viele Frauen in Führungspositionen betroffen. Durchschnittlich sank der Anteil der weiblichen Führungskräfte um 20 Prozent. Wenn ganze Abteilungen abwickelt wurden, waren es sogar 25 Prozent weniger.

Warum? Im amerikanischen Arbeitsrecht gibt es keine Sozialauswahl. Gefeuert wird, wer zuletzt kam. Das sind vor allem Frauen. Denn sie arbeiten im Durchschnitt weniger lange für ein und dasselbe Unternehmen. In der Regel, weil sie wegen der Kinder häufiger Zuhause bleiben oder Auszeiten nehmen und auch weil sie zu Gunsten des Mannes zurückstecken und etwa wegen seiner Karriere mit ihm in eine neue Stadt ziehen. Außerdem arbeiten sie eher in Bereichen, die häufiger von Sparrunden betroffen sind – Kommunkations- und Marketingabteilungen etwa.

Passend zum Thema