Chefinnen-Anteil im Journalismus steigt

Frauen fehlen an der Spitze im Journalismus.

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Frauen fehlen an der Spitze im Journalismus.

Mit Druck tut sich etwas. Das zeigt die Halbzeit-Bilanz der Journalistinnenintiative ProQuote. Sie hatte sich im März 2012 gegründet, um den Frauenanteil in Führungspositionen im Journalismus zu erhöhen. Seither sind mindestens 87 Medienfrauen aufgestiegen, 43 von ihnen bis in die Chefredaktionen und Programmleitungen.

Am 28. Februar 2012 hatten 350 Journalistinnen bis 2017 mindestens 30 Prozent Medien-Chefinnen gefordert. Seither wurde viel diskutiert, aber auch etwas getan. Bei fünf von acht Leitmedien (ZEIT, SPIEGEL, STERN, SÜDDEUTSCHE und BILD) stieg der Frauenführungsanteil an. Konkret beträgt der Frauenanteil bei der ZEIT 36 Prozent, beim STERN 24 Prozent, bei der BILD-Zeitung 23 Prozent, beim SPIEGEL immerhin noch 19 Prozent, bei Focus, FAZ und SZ je 15 Prozent. Am geringsten ist er bei der Tageszeitung DIE WELT, wo nur 11 Prozent Frauen in journalistischen Führungspositionen zu finden sind. Das Wirtschaftsmagazin Wirtschaftswoche wird künftig sogar von einer Frau geführt – von der Medienforscherin Miriam Meckel.

Nichtsdestotritz bleiben 95 Prozent aller Zeitungschefredaktionen in männlicher Hand, ebenso wie zehn der zwölf Senderintendanten.

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